Ein wahrer Schatz aus der wesensgemäßen Imkerei von Melanie: Wachstücher, Salbe, Kerze und Lippenpflegestift.

So eine schöne Überraschung: Vor ein paar Tagen klingelte Melanie an der Haustür und brachte duftende Geschenke vorbei: Zwei Wachstücher, das eine sogar mit tollem Insekten-Muster, eine duftende Bienenwachskerze, wunderbar einziehende Bienenwachssalbe und dazu noch einen Lippenpflegestift. Ich war baff! Und habe mich riesig gefreut!

Melanie interessiert sich schon seit einigen Jahren für Bienen, hat sich eingelesen, Kurse besucht und 2018 leider vergeblich auf einen Schwarm gewartet. Allerdings haben wir in dem Jahr das Abenteuer mit dem Trommelschwarm bestanden. Melanie ist die junge Frau, die im Video zu sehen ist. 2019 hatte sie endlich Glück, das erste Volk konnte in ihre Einraumbeute einziehen. Mittlerweile sind es drei Völker und Melanie hat großen Spaß daran, aus Wachs, Honig und Propolis tolle Sachen zu zaubern! Und scheinbar auch mit einem netten Weihnachtsgruß zu verschenken. Danke!

Nun wünsche ich Euch allen ein frohes Weihnachtsfest mit den Menschen, die Euch am Herzen liegen - auch, wenn sie vielleicht nicht bei Euch sein können. Denkt daran: "Lasst uns heute die Geschichten schreiben, die wir morgen erzählen möchten." Wir machen es uns schön, Weihnachten 2020 soll als ein besonderes in Erinnerung bleiben - und das nicht nur wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen ..."
Bleibt gesund!
Eure Gerburgis

In der Trogbeute sitzen die Bienen in der Wintertraube verteilt über sieben Wabengassen. Zeitpunkt und Temperatur waren am 12. Dezember ideal für den Einsatz von Oxalsäure gegen Varoamilben.

Brutfrei nach Frost

Am 5. November, um den 20. November und ab dem 28. November gab es Frostnächte. Für Imker sind das wichtige Daten. Denn eine Faustregel besagt, dass ein Bienenvolk rund drei Wochen nach den ersten richtig kalten Nächten brutfrei ist. Nach dem 5. November wurde es allerdings wieder warm. Daher werden die Fröste um den 20. November die Königinnen mit größerer Sicherheit zum Stopp der Eiablage bewegt haben. dann dauert es noch drei Wochen, bis die Völker brutfrei sind. Nur dann kann die Oxalsäure im ganzen Volk Varoamilben töten - in verdeckelte Brutzellen wirkt sie nicht hinein.

Daher habe ich meine drei Völker am 12. Dezember bei ca. 5 °C Außentemperatur mit Oxalsäure beträufelt. Ich war sehr gespannt, wie groß die Völker sein würden. In der Trogbeute verteilte sich die Wintertraube über sieben Wabengassen. In den Deutsch-Normal-Maß beuten sitzt Volk Marlene über stolze neun und Gertrud über immerhin fünf Wabengassen.

Mit einer Spritze habe ich ca. 5 ml Oxalsäure pro Wabengasse auf die Bienen geträufelt. Toll fanden sie das natürlich nicht und es muss immer schnell gehen. Denn die angewärmte Säure kühlt rasch ab. Die Bienen sind nicht begeistert, werden unruhig, einige fliegen auf. Das kostet viel Kraft. Also flotti behandelt und die Deckel wieder drauf.

Ich habe schon häufiger über Oxalsäure geschrieben. Ihr könnt zu dem Stichwort in meinem Blog suchen oder schaut Euch diesen ausführlichen Artikel aus dem Bienenjournal an: So klappt die Winterbehandlung mit Oxalsäure.

Knackig süße Elstar-Äpfel brachte ein lieber Nachbar vor einigen Wochen vorbei. Er führt den guten Ertrag in diesem Jahr auf die Bienenvölker in direkter Nachbarschaft zurück.

Nein, ich bin noch nicht in Winterschlaf verfallen ... Die vergangenen Wochen waren einfach trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie gut gefüllt.
Zwischendurch war ich immer mal wieder bei den Bienen. Habe geschaut, ob die Dächer gut sitzen und per Klopfprobe festgestellt, wie die Stimmung in den Beuten ist. Brausen die Bienen nur kurz auf und beruhigen sich wieder, ist alles in Ordnung.

Sind die Völker brutfrei?

Nun warte ich auf den richtigen Zeitpunkt für die Oxalsäure-Behandlung. Dafür müssen die Völker brutfrei sein. Eine Faustregel besagt, dass die Königin nach den ersten Nachtfrösten aus der Brut geht und die Völker drei Wochen später brutfrei sein werden.
In der Nacht vom 4. auf den 5. November hat es erstmals gefroren, in den Tagen danach wurde es aber wieder warm. Ich glaube nicht, dass dieser kurze Kälteeinbruch für die Brutunterbrechung gereicht hat. Aber jetzt wird es richtig kalt. Also werde ich mal die dritte Dezemberwoche für die Oxalsäure-Behandlung anpeilen.

Schwer beladen kehren drei Bienen in den Stock zurück. Den sattgelben Blütenstaub haben sie vielleicht auf Raukenblättrigem Greiskraut gesammelt, ihn als Pollenhöschen an die Beine geheftet und in kräftezehrendem Flug nach Hause transportiert. Schaut genau hin, in der Zeitlupe ist es gut zu sehen: Die erste Biene stößt mit ihren Fühlern soeben ans Holz, die zweite fängt sich recht gut ab (sie erinnert mich ein wenig an einen LKW bei einer starken Bremsung) und die dritte erreicht nicht einmal die Höhe des Fluglochs. Ich glaube, sie ist im Gras gelandet und musste erst einmal tief Luft holen, bevor sie einen neuen Versuch wagen konnte.

Mit gewohntem Schwung steuern diese Bienen ihr Einflugloch an und werden vom frisch angebrachten Mäusegitter abgebremst. Manche fliegen direkt wieder hoch, schauen es sich aus einiger Entfernung an und winden sich dann durch die Öffnungen.

Gestern schon, nach dem plötzlichen Wetterwechsel von Altweibersommer am Morgen zum Herbstwetter am Nachmittag, haben wir zum ersten Mal in diesem Halbjahr den Kamin angezündet. Nach draußen wollte keiner mehr. Wie jedes Jahr erinnert mich der heranziehende Herbst an das Gedicht "Herbsttag" von Rainer Maria Rilke - siehe unten.
Wir sind nicht die einzigen, die es jetzt kuschelig mögen. Auch Mäuse suchen nach einem gemütlichen Winterquartier. Ganz oben auf der Wunschliste stehen vermutlich Bienenbeuten. Hier ist es warm - auch bei Eis und Schnee um die 35°C - und Futter gibt es auch noch: Bienen, Honig und Waben. Das klingt nach einem Paradies für Mäuse.
Leider ist so eine Wohngemeinschaft für das Bienenvolk weniger angenehm und kann sogar tödlich enden. Denn wenn sie eng zusammengekuschelt in der Wintertraube sitzen, können sie sich nicht gegen Eindringlinge wehren. Sind die Bienen noch beweglich genug, kann es gelingen, die Maus zu Tode zu stechen und mit Propolis "einzubalsamieren." Aber so weit soll es gar nicht erst kommen, deshalb lasse ich vor den Fluglöchern die Mäusegitter herunter, befestigt mit Heftzwecken.

Herbsttag

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke, 21.9.1902, Paris

Gruß von der Blumenwiese

Als die Sonne vor ein paar Tagen noch so schön schien, bin ich noch einmal über die Wiese vor dem Blumenstand und habe fotografiert, was dort noch so blüht: (von oben links im Uhrzeigersinn) Malve, Flockenblume, Samenstand von der Wilden Möhre, Frauenflachs, auch gewöhnliches Leinkraut gennant, Rainfarn und Nachtkerze. Nicht im Bild das Schmalblättrige Leinkraut und ein paar vereinzelte Weiße Lichtnelken.

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Heute gibt´s ein Rezept für Rote-Beete-Lasagne mit Honig und Feta. Hatte ja befürchtet, dass diese riesigen Rote Beeten holzig sind - das Gegenteil ist der Fall, sie sind sehr zart.

Im August war ich zu Besuch bei meiner Schwester und rätselte aus der Ferne mit Blick auf dieses Beet: "Sag mal, was ist das?" - "Rote Beete!" - "So viel? Wann esst ihr das?" - "Ich mag sie sowieso nicht. Die baut Ignaz (ihr Schwiegervater) an. Was wir nicht essen, bekommt der Nachbar für die Hühner. Davon bekommen sie schöne rote Beine - macht sich auf der Geflügelausstellung gut."

Aha! Na, bevor die alle in den Hühnertrog wandern, rette ich doch ein paar Knollen. Es ist schon eine besonders schöne Pflanze - diese kräftigen Rot- und Grüntöne. Ein leckeres Rezept für eine Rote-Beete-Lasagne mit Honig und Feta war auch schnell gefunden.

  • 2 frische Knollen Rote Beete
  • 2 Packungen Feta
  • 4 EL Honig
  • frischer Thymian
  • 4 EL Olivenöl


Ganz wichtig: Rote Beete färbt ganz fürchterlich - vor allem Klamotten (geht nicht mehr raus, Hände - kann man waschen und Ostereier, aber das ist jetzt nicht die passende Jahreszeit). Also, schützt Euch vor dem roten Saft. Jetzt geht es los: Rote Beete schälen und in 0,5 cm breite Scheiben schneiden. Den Boden einer Auflaufform damit auslegen, Feta darüber verteilen, Thymianblättchen drüberstreuen und ein wenig Honig drauftropfen lassen. Dann so lange wiederholen, bis die obere Schicht aus Feta, Honig und dem Olivenöl besteht.
Bei 200 °C für ca. 30 Minuten im Backofen garen. Die Rote Beete sind noch etwas knackig - ich liebe es!

Noch ein Wort zum neuen WordPress-Editor. Bin noch nicht zufrieden, das Einfügen von Zwischenüberschriften, Anpassen von Fotos oder Wechseln von Listen zu normalem Text gefällt mir noch nicht. Mal sehen, ob ich dabei bleibe.

Sind sie nicht herrliche, die fleißige Sammlerin und dei Sonnenbraut, aus der sie Nektar saugt und Pollen sammelt?

Säure wirkt gegen Milben, Futter gegen Hunger im Winter

Melde mich zurück - über vier Wochen habe ich mit dem Blog pausiert, war aber bei den Bienen nicht untätig. Puh, aber jetzt habe ich ein Problem. Das Backend meines Blogs hat sich plötzlich verändert und nun muss ich mich erst einmal damit beschäftigen. Eigentlich sieht es easy aus - Überschrift und Header-Bild einzufügen waren ja auch kein Problem.
Eigentlich wollte ich hier ein paar Fotos mit Bildzeilen veröffentlichen, aber ich habe die Option zum Bildereinfügen an dieser Stelle noch nicht gefunden. (Es kommt mir jetzt wie eine typische "Mal-eben-Aktion" bei den Bienen vor: Mal eben einen Blogbeitrag posten - und zack! steht man überraschend vor einer neuen Herausforderung.)

280 ml Ameisensäure für ein 2-zargiges Volk

Damit die Bienen den Verdunster nicht mit Propolis verkitten, habe ich ein Propolisnetz zwischen die Zargen gelegt - kommt keine Biene an den Verdunster ran.

Vorräte für den Winter auffüllen

Einige Male fülle ich die Futtereimer mit Zuckerlösung auf und gebe Korken als Schwimmhilfe dazu, so lange, bis jedes Volk rund 18 - 20 kg Futter bevorratet.

Inhaltlich ist der Beitrag heute etwas mau, sobald ich mich ins neue Backend eingearbeitet habe, gibt´s wieder mehr. Versprochen!

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Bei Hitze brauchen auch Bienen mehr Wasser. Eine gut betreute Tränke kann helfen.

Es ist so heiß und alle haben Durst. 34,6 °C maß das Thermometer unter dem Schatten des Amberbaums in unserem Garten - wie heiß mag es dann erst in den Bienenstöcken sein, die teils in der prallen Sonne auf der Wiese stehen? Die hohen Temperaturen steigern den Wasserbedarf eines Bienenvolkes. Eine gängige Annahme ist, dass ein Volk mit 40000 Bienen rund 200 ml Wasser pro Tag benötigt, nicht nur, um den eigenen Durst zu stillen oder die Brut zu ernähren, sondern auch um das Wasser im Stock zu verdunsten und so für kühlere Temperaturen zu sorgen.

Beim Imker entdeckt: Aus dem Kanister tropft langsam Wasser auf das Brett. Bienen können gefahrlos trinken.

Bei Hitze kein Morgentau
Einen Teil des Wasserbedarfs decken sie aus dem gesammelten Nektar. Aber wer mag schon bei dieser Hitze fliegen? Und auch die Blüten "machen dicht", wenn es zu heiß ist. Teiche, Pfützen und Morgentau sind weitere Wasserquellen, wobei sich in tropischen Nächten kein Tau bilden kann. Deshalb habe ich mich entschlossen, in unserem Garten und direkt bei den Völkern Tränken für Bienen, andere Insekten, Vögel und Kleintiere aufzustellen und mit Brunnenwasser zu füllen. Wobei es auch Argumente gegen einen künstliche Bienentränke gibt, und eine Bienensachverständige dazu rät, es lieber bei "Morgentau als Tränke" zu belassen.

Diese Biene nimmt von der Wand unseres Sandsteintroges Wasser auf.

Künstliche Tränken
Schon häufiger habe ich Tränken direkt am Bienenstock aufgestellt, aber dort fast nie eine Biene beobachtet. Warum das so ist, habe ich gerade im Artikel des Bienenjournals entdeckt. Er beschreibt, was beim Aufstellen einer Tränke wichtig ist. Bienen meiden demnach aus hygienischen Gründen Wasserquellen direkt am Stock - es sei denn, es ist sehr heiß oder es gibt keine andere Wasserquelle in der Nähe. Die ideale Entfernung soll 40 - 70 m betragen. Vorgestern hatte ich in meinem Whatsapp-Status dafür geworben, Wasserquellen für Insekten und Vögel aufzustellen. Wenige Stunden später meldete sich eine liebe Nachbarin und Bienenfreundin, dass "meine" Bienen schon bei ihr seien - das mit den 40 m Abstand zum Stock passt!

Prinzip Verdunstung
Übrigens habe ich das "Prinzip Verdunstung" von den Bienen übernommen und eine Sprühflasche mit kaltem Wasser gefüllt, die Düse auf Verstäuben eingestellt und meine Beine und Arme (und die Kinder) damit angespritzt. Kann ich nur empfehlen: ist sehr erfrischend und macht gute Laune!

Von oben ist nur eine Seite des Zusetzkäfigs zu sehen, der mit einem Zahnstocher gehalten wird.

Am Montag wollte ich "nur" eben ein bisschen Ackermelde aus der Wiese zupfen. Dann dachte ich, ich könnte doch mal kurz nach den Völkern schauen. Bei allen Völkern herrschte reger Flugverkehr. Tja, und dann ging es los: Als ich den Deckel bei Queen Marlene anhob und wurde ich sofort angeflogen. Und zack, schon hatte mir eine Wächterin einen Stich in den Oberschenkel verpasst. Hui, waren die kiebig! (Ihr kennt kiebig nicht? Es heißt so viel wie "gereizt", "aufgebracht.")

Warum ist das Volk so kiebig?
Bin dann erst einmal nach Hause, um den Stich zu versorgen (teste gerade den "Bite away") und kehrte dann mit dem Smoker zum Bienenstand zurück. Ich hatte nicht einmal meine Imkerjacke angezogen, als mich eine Wächterin dermaßen anging, dass ich ein paar Schritte auf die Wiese laufen und mich in die Jacke wickeln musste, um nicht gestochen zu werden. Was war da bloß los?

Ein starkes Brutnest hat Queen Helene in der Trogbeute angelegt.

Junge Königin zugesetzt
Ein Blick auf die Waben verriet sofort: Hier fehlt die Königin! Keinerlei Brut zu sehen, weder Stifte noch Maden oder verdeckelte Brut. Stattdessen haben sie dort, wo das Brutnest sein sollte, fleißig Honig eingetragen. Oh je, woher nun eine neue Königin bekommen? Für eine Weiselprobe ist es mir zu spät im Jahr, aber der dritte Anruf war erfolgreich. Rainer, der vor zwei Jahren schon einmal einen Schwarm von mir geborgen hatte, während wir im Urlaub waren, fuhr extra zu seinen Bienen, um mir noch am selben Abend eine junge Königin zu bringen.
Im mit Futterteig verschlossenen Zusetzkäfig haben wir sie ins Volk gehängt und als ich am Mittwoch nachschaute, war dieser leer und die Königin wuselte munter über die Waben. Ich konnte sie in aller Ruhe beobachten und mich ärgern, dass ich mein Handy zuhause gelassen hatte und keine Fotos machen konnte.

Eine Weiselzelle auf einer ansonsten leeren Wabe.

Weiselzelle belegt?
Heute habe ich bei allen Völkern die Rähmchen aus den unteren Zargen entnommen, um sie einzuschmelzen. Dabei entdeckte ich bei Helene in der Trogbeute eine Weiselzelle, allerdings in einer Wabe fernab vom eigentlichen - sehr gut ausgestatteten - Brutnest angelegt.
Nach langem Suchen habe ich einige winzige Stifte entdeckt, aber keine Maden. Hat die Königin eine Brutpause eingelegt, war ihr zu warm, hatte sie keine Lust? Ich bin mir nicht sicher, ob die Weiselzelle belegt ist. Vielleicht wurde sie auch aufgegeben, nachdem die Königin wieder stiftet. Ich habe sie stehen gelassen, im Vertrauen darauf, dass die Bienen schon wissen, was sie da tun - und mir keinen Schwarm bescheren!

Hunderte tote Insekten kleben nach 600 km an der Front unseres Autos.

Das hatten wir schon lange nicht mehr: tote Insekten auf der Windschutzscheibe. An einem der vergangenen langen Wochenenden sind wir nach Rheinfelden gefahren. Das liegt ziemlich genau 600 km südlich direkt an der Grenze zur Schweiz. Und als wir dort gegen 23 Uhr ausstiegen, staunte ich nicht schlecht: Windschutzscheibe und die Front über der Stoßstange waren übersät mit toten Insekten. Dieses Bild erinnerte mich ans Ende der 1980er Jahre, als ich meinen Führerschein machte. Damals war sah das Auto nach fast jeder kurzen Strecke so aus.

Tote Insekten kein gutes Zeichen
Im ersten Moment habe ich mich gefreut. Sollte sich die Insektenpopulation durch die vielfältigen Veränderungen in der Umwelt, ausgelöst durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, erholt haben? Die Freude währte nur kurz. Wenn schon an unserem Auto so viele Insekten verendet sind, dann haben auch die vielen tausend Fahrzeuge, die mit uns unterwegs waren Millionen Insekten getötet - an einem Tag! Das ist sehr bitter. Das Ergebnis vor Augen, lassen sich nicht die üblichen Verdächtigen, Industrie und Landwirtschaft, einspannen. Jeder, der ein Auto bewegt, trägt zum Insektensterben bei. Eben habe ich zum Thema eine interessante Berechnung im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt entdeckt: Insektensterben, die Autofahrer sind schuld.

Im Nachhinein glaube ich, wir sind lediglich durch einen großen Insektenschwarm geflogen, denn in den Wochen danach sah das Auto sauber aus, wie immer.

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Mit der Vier-Waben-Schleuder läßt sich in kurzer Zeit eine große Menge Waben ausschleudern.

Jedes Mal steigt die Spannung. Wie schmeckt der Honig in diesem Jahr? Und wie immer ist auch diese Sommerblüte köstlich!

So ein Glück, Ingrid, die liebe Imkerin, bei der ich immer meinen Honig schleudern darf, hat bereits Urlaub. Eine gute Gelegenheit, den Honig der Sommerblüte bereits jetzt zu schleudern, noch vor unserem Urlaub. Die Bienen haben viel Honig eingetragen und ich möchte ihnen einiges für den Winter lassen. Für mich bedeutet es auch ein wenig Arbeitsersparnis. Denn: viel Honig bedeutet viel Arbeit. Es ist ja nicht nur die Entnahme der Honigwaben aus den Völkern, auch das Entdeckeln, Schleudern, Rühren, Abfüllen und schließlich das Etikettieren der Gläser gehören ja auch noch dazu.

In den Waben befinden sich immer noch Honigreste, die die Bienen ruckzuck ausschlecken.

Ausgeschleuderte Waben ins Volk
Während meine Tochter und ich die Waben entdeckelten, begann Ingrid bereits mit dem Schleudern. Wechselweise haben wir die Plätze getauscht und uns dabei gut unterhalten. Zum Ende kamen wir ganz unverhofft, als die Schleuder blockierte. Eine Kugel war aus dem Kugellager gefallen. Wie gut, dass Ingrids Mann handwerklich so begabt ist. Nachdem er die Schleuder repariert hatte, bearbeitete Ingrid die letzten fünf bereits entdeckelten Waben und ich konnte alles am nächsten Tag abholen. Danke für den tollen Service!!!
47 kg sind es geworden, mit den 21 kg aus dem Frühjahr sind es 68 kg Honig in diesem Jahr. Damit bin ich vollauf zufrieden. 90 kg, wie im vergangenen Jahr möchte ich gar nicht mehr haben. Restbestände lagern noch immer im Keller ...
Beim Zurückhängen der Waben habe ich in den Völkern auch die Trenngitter entfernt, sodass nun auch die Königinnen nach oben in den ehemaligen Honigraum ziehen können und hier ihre Eier ablegen.

Blick in die Völker
Leider habe ich vor einigen Tagen entdeckt, dass auch Volk Helene weisellos ist. Keine Stifte zu sehen. Habe dann junge Brut von der "guten Königin 52" hineingehängt. Doch leider haben sie auf dieser Wabe nur ein Spielnäpfchen gebaut. Dagegen fand sich gestern auf einer dunklen alten Wabe, die ich eigentlich entfernen wollte, eine Weiselzelle. War also doch noch junge Brut da. Nun ja, sollen die Bienen machen - sie wissen selbst, was sie tun. Aber um die Gene der 52 tut es mir schon leid. Ihre Bienen sind so sehr ruhig, sie war schwarmträge und hatte ein großes Brutnest. Ich wundere mich nicht, wenn Ihr jetzt nicht mehr durchblickt. Dieses war bis jetzt ein spannendes Bienenjahr mit Schwärmen, einem Schwarm der zurückgekehrt ist, Weisellosigkeit und interessanten Beobachtungen.

Blüte an Blüte, das Jakobskreuzkraut breitet sich aus.

Weg mit dem Jakobskreuzkraut
Und weil ich gestern schon so gut dabei war, habe ich noch auf zwei Grundstücken in der Nachbarschaft Jakobskreuzkraut samt Wurzeln entfernt. Zum Glück konnte ich die Bienenwiese bislang davon frei halten. Auf den anderen Flächten habe ich es in diesem Jahr zum ersten Mal gesehen. Bin dann auch noch mit einer Anwohnerin ins Gespräch gekommen, die sich erkundigte, warum ich die Blüten ausreiße. Das war schnell erklärt, Ihr könnt es hier nachlesen.