Über mich

Über Bienen bloggen

Bienen fliegen von Blüte zDSC_1440u Blüte, sammeln Pollen, produzieren Honig. Das weiß jedes Kind.
Seit ich Imkerin bin, weiß ich, dass

  • Bienen auch mitten in der Stadt auf einem kleinen Grundstück leben können
  • eine einzelne Biene für 500 g Honig 3,5 mal um die Erde fliegen müsste
  • aus befruchteten Eiern Arbeiterinnen, aus unbefruchteten Eiern Drohnen entstehen
  • Bienen Wachsplättchen ausschwitzen, um daraus Waben zu formen
  • Winterbienen 8 Monate alt werden, Sommerbienen aber nur bis 6 Wochen leben
  • Bienen heute nicht mehr ohne Hilfe des Menschen überleben können
  • es mich glücklich macht, mein Bienenvolk zu beobachten und das Imkern zu lernen
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Immer wieder spannend und lehrreich: Ein Blick aufs Volk.

Wer bin ich?
Ich heiße Gerburgis Sommer und wohne mit meinem Mann und unseren drei Kindern in Haltern am See im südlichen Münsterland.
Derzeit halte ich drei Bienenvölker auf einer Wiese, einen Katzensprung von unserem Zuhause entfernt. Quasi über Nacht wurde ich im Sommer 2013 zur Imkerin. Von der Idee bis zum Schwarmfang vergingen nur zwei Wochen. Seitdem bin ich vom "Bienenvirus" infiziert, staune über das Bienenwesen und habe viele nette Leute über dieses Hobby kennengelernt. Die Bienen hielten auch schon manche Überraschung für mich bereit, ob beim Schwärmen oder auch durch Krankheiten.

Wie entstand der Bienenblog?

Sieben Apfelspaliere rahmen unser Grundstück ein. Im Frühling fliegen die Bienen von Blüte zu Blüte und sorgen für die Bestäubung.
Sieben Apfelspaliere rahmen unser Grundstück ein. Im Frühling fliegen die Bienen von Blüte zu Blüte und sorgen für die Bestäubung.

Gleich wem ich vom „Schwarm meines Lebens“ erzähle - fast alle sind sehr interessiert. Da ich Journalistin bin, entstand die Idee, die kleine Serie "Familie Sommer und die Bienen" für das Landwirtschaftliche Wochen- blatt Westfalen-Lippe zu schreiben. Unsere Nachbarn und Freunde hielt ich per Newsletter über die Ereignisse am Einflugloch auf dem Laufenden, der jetzt seine Fortsetzung im Bienenblog findet. Meine Begeisterung für die Bienen und meine Erfahrungen möchte ich gerne teilen. Die Fotos stammen von mir, bzw. meiner Familie, wenn ich darauf zu sehen bin. Andere Fotografen führe ich in der Bildlegende auf.
Ganz wichtig: Ich bin keine Bienenpäpstin, die alles weiß. Dabei gebe ich mir große Mühe, gut zu recherchieren und für meine Bienen einen guten Weg im Dschungel der verschiedenen Betriebsweisen zu finden. Manchmal verlaufe ich mich auch. Daher kann ich keine Gewähr über die Richtigkeit meiner Angaben machen. Prüft bitte selbst!

Ich wünsche allen viel Vergnügen mit meinem Blog und freue mich über Kommentare und Anregungen und besonders darauf, mit Ihnen/Euch zu fachsimpeln. Dabei sind auch kritische Stimmen willkommen – solange sie sich der Netiquette verpflichtet fühlen.
info@derbienenblog.de

Woher stammt der Name Gerburgis?
Wegen vielfacher Nachfragen noch ein Hinweis auf die Herkunft meines Vornamens: Der Name Gerburgis ist verbunden mit dem Heimatort meiner Mutter, Nottuln im Münsterland. Dort soll Heriburg, auch Gerburgis genannt, in einem Baumsarg in der Kirche beerdigt sein. Heriburg war die Schwester von Liudger, dem ersten Bischof von Münster (+809) und erste Äbtissin des Frauenklosters in Nottuln.

So dachte man! In den vergangenen 50 Jahren änderten aber neue Erkenntnisse die Geschichtsschreibung: Zu Beginn des 19. Jahrhunderts fälschte (erstellte?) ein Nottulner Vikar zum Ruhme Nottulns eine Gründungsurkunde des Nottulner Stifts von 834. Eine Mitwirkung Liudgers oder seiner Schwester Heriburg an der Gründung des Klosters ist allerdings nirgendwo sonst verbürgt.

Über viele Jahre galt Gerburgis nur als andere Schreibweise von Heriburg. Heute weiß man, dass es sich um zwei Frauen handelt, die sich lediglich durch das Amt, das sie ausübten und den ungefähren Zeitpunkt ihres Lebens nahestehen. Gerburg (Speer-Schützerin) ist der Name einer Äbtissin von Gandersheim, die nach 850 gestorben ist; Heriburg (Schützerin des Heeres) dagegen der korrekte Name der Schwester Liudgers. In dem Baumsarg kann auch keine von beiden liegen, denn nach der Jahresringdatierung kann der Baum erst rund 130 Jahre nach dem Tod Heriburgs gefällt worden sein.

Was bleibt jetzt noch? Ein Krankenhaus, eine Straße, ein Kindergarten und eine Apotheke in Nottuln und einige Frauen, die den seltenen Namen Gerburgis tragen....

12 Gedanken zu “Über mich

  1. Hallo, vielen Dank für diesen sehr interessanten Bienen Blog!

    Zum Thema Bienen Sterben:
    Dass Mobilfunk einer der Hauptfaktoren sein soll, habe ich bisher noch nicht gehört. Werde mir das Thema mal vornehmen. Es ist leider so, dass die Bienen von so vielen Seiten bedroht werden: Milben / Parasiten, Pestizide, Überzüchtung, Antibiotika, Monokulturen und vor allem das respektlose Behandeln der Bienen als "Industrielles Gut", das für den Kapitalismus "verbraucht" werden kann. In Europa ist dies erfreulicherweise weniger der Fall (zumindest im Moment noch). Aber die USA gehen hier mit schlechten Beispiel voran (siehe auch die Dokumentation "More than Honey").

    Ich wünschte mir, der Mensch würde wieder mehr Wert auf wirklich wichtige Dinge, wie Umwelt und Natur, und weniger auf Kapitalismus legen.

    Schöne Grüße!

    Antwort
    1. Gerburgis Sommer

      Beitragsautor

      Hallo,
      vielen Dank für die Rückmeldung. Gerade habe ich den Kommentar auf den Du Dich anfangs beziehst gelöscht, zumal der angegebene Link darin nicht funktionierte. Keine Ahnung, warum Dein Kommentar jetzt nach ganz unten gerutscht ist - wordpress mal wieder.
      Viele Grüße
      Gerburgis

      Antwort
  2. Liebe Gerburgis,
    da Du kein Gefällt-mir-Knöpfchen auf Deinem Blog installiert hast, werde ich nun einmal ganz allgemein mein WOHLGEFALLEN an Deiner BienenKUNDE äußern. Ich habe vorgestern eine ganze Weile mit Neugier und Interesse hier herumgeblättert und werde gewiß wiederkommen.
    Darf ich Dich mit nachfolgendem Link auf mein Buchbesprechungs-Blog einladen:
    https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/08/09/und-sie-fliegt-doch/
    Wenn es neben Bienen auch mal Hummeln sein dürfen, könnte Dich dieses Buch interessieren. Vielleicht entdecktst Du aber auch andere ergiebige Lektüren auf meiner vielseitigen und naturverbunden "SAITE".

    Beflügelte Grüße 🙂
    Ulrike von Leselebenszeichen

    Antwort
    1. So

      Beitragsautor

      Liebe Ulrike,
      freue mich sehr über Dein Lob! Ja, die technischen Finessen fordern mich heraus. Den Like-Button gibt´s nur, wenn man einen Eintrag gesondert öffnet. Keine Ahnung, wie ich ihn auf die erste Seite bekomme.... Gerne folge ich Deiner Einladung und besuche Deinen Blog - ich lese viel und gerne.
      Herzliche Grüße
      Gerburgis

      Antwort
    1. So

      Beitragsautor

      Oh, danke für das Lob. Wenn der Bienenblog mein Beruf sein könnte, wäre ich glücklich. Grüße in die Schweiz (haben einige Jahre in Rheinfelden (Baden) an der schweizer Grenze gewohnt)!

      Antwort
  3. Liebe Gerburgis,
    schon vor einigen Monaten habe ich deinen Blog entdeckt und lese immer wieder gern drin! Ich bin erst letztes Jahr Imkerin geworden. Nun möchte ich dir meinen eigenen Blog vorstellen, der sich auch um Bienenhaltung und Imkern dreht:
    http://frauenseiten.bremen.de/biene-alwine/
    In manchen deiner Beiträge entdecke ich mich wieder :-). Ich wünsch dir weiter viele schöne Momente mit deinen Bienen!
    Alwine aus Bremen

    Antwort
    1. So

      Beitragsautor

      Liebe Alwine,
      noch eine bienenbegeisterte Imkerin und Bloggerin - wie schön! Habe Deinen Blog schon besucht und er gefällt mir sehr gut. Bin gespannt, was Du alles mit den Bienen erleben wirst. Viel Spaß!

      Antwort
  4. Nicolle Schiffer

    Hallo Gerburgis,
    hier nun endlich einmal der Text von einem gaaaanz tollen Kinderlied, was früher in meiner Heimat wirklich ALLE Kinder kannten:

    Ich bin die Frau Hummel
    Ich bin die Frau Hummel und bitt dich, Kathrinchen,
    komm mit mir zum Bummel, du fleißiges Bienchen.
    Summ summserum, summ, summ, summ, summ, summ, summ, summ, summ.

    Ich geh nicht mit bummeln zum Gucken und Gaffen;
    grad will ich mich tummeln zum sammeln und Schaffen.
    Summ summserum, summ, summ, summ, summ, summ, summ, summ, summ.

    Ich sammle für alle, die Honig gern schlecken,
    und stech nur, im falle sie schlagen und necken.
    Summ summserum, summ, summ, summ, summ, summ, summ, summ, summ.

    Liebe Grüße, Nicolle

    Antwort
  5. Aki

    Hallo Gerburgis,
    das ist ja ein toller Blog! Wir bleiben dran und verfolgen dich und Deinen Schwarm! Glückwunsch!

    Antwort

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