Futter

Geborgen in den Blütenblättern der Flockenblume sucht diese Bestäuberin nach ihrer Belohnung - süßem Nektar.

Meine Blumenwiese steht nun schon im dritten Jahr und überrascht mich schon den ganzen Sommer über mit einer bunten Blütenpracht.
Anfang Mai hatte ich das Schild aufgestellt und damit auch zunächst nur behauptet: "Hier blüht es für Bienen, Hummeln und Co." Da zweifelte ich angesichts des vielen Grases noch, ob Blümen durchkommen würden. Anfang Juni zeigte sich die Wiese in ihrer "weißen Phase" - strahlende Margeriten bestimmten das Bild.

Blumenwiese wechselt ihre Farbe
Einige Wochen später kamen blassrosafarbene Malven und weiße Schafgarbe hinzu. Steinklee, Echtes Leinkraut, Leimkräuter, Klatschmohn, Nachtkerze, Johanniskraut kamen nach und nach hinzu. So wechselte die Wiese Ende Juni ihre Farbe, bestimmt durch die Wiesenflockenblume Richtung blau/lila, wenige Tage  vor allem durch das Johanniskraut Richtung gelb. Ein Fest fürs Auge, für Insekten, Vögel und andere Kleintiere!

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Schwer beladen kam diese Arbeiterin zum Stock zurück. Mühsam quälte sie sich durch das Mäusegitter. Ich habe es jetzt entfernt - freier Zugang zur Beute...

Heute habe ich mal einen Blick in die Beuten gewagt - und ich bin sehr zufrieden. Alle drei Völker sind munter und haben ein Brutnest.

Der Aalstrich-Schwarm

Mein kleinstes Volk hätte auch locker einzargig überwintern können. Hier der Blick auf die untere Zarge, in der sich nur wenig gefüllte Futterwaben befinden. Das Volk sitzt oben, gut versorgt mit Futter und zufriedenstellendem Brutnest.
Überrasschend viel Totenfall auf dem Gitterboden. Habe die toten Bienen mitgenommen und werde sie bei Gelegenheit genauer anschauen.

Queen Marlene

Bei meinem Wirtschaftsvolk befürchtete ich schon, die Beute kaum öffnen zu können, weil sie immer alles mit Propolis verkleben - beeindruckend dieses komplett "verputzte" Propolisnetz.
Ein Hinweis auf ein vitales Volk sollen solche Wachsbrücken sein. Die obere Zarge konnte ich kaum anheben, so viel Futter ist drin. Das Brutnest befindet sich in der unteren Zarge.

Queen Helene

In der Trogbeute waren die beiden ersten Waben von rechts mit grünem Schimmel befallen. Die habe ich rausgenommen und ich denke, ich schmeiße sie weg. Oder ist das Wachs nach dem Schmelzen noch zu verwenden? Das werde ich morgen beim Imkertreff erfragen. Auch hier ein schönes Brutnest.

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Innerhalb von zwei Tagen haben die Bienen den 5-l-Eimer mit Futter geleert. Jetzt gibt es Nachschub. Als Schutz vor dem Ertrinken dienen Korkscheiben.
Innerhalb von zwei Tagen haben die Bienen den 5-l-Eimer mit Futter geleert. Jetzt gibt es Nachschub. Als Schutz vor dem Ertrinken dienen Korkscheiben.

Das ging jetzt aber mal schnell! Als ich zwei Tage nach der ersten Fütterung in die Beute schauten, waren sowohl die Futtertaschen in den Schwärmen geleert, als auch der 5-l-Eimer im Wirtschaftsvolk. Das ging jetzt ruckzuck. Ab Sonntag soll das Wetter endlich besser werden. Wenn die Prognose länger andauernd hohe Temperaturen verspricht (und die Realität auch hält!), füttere ich doch komplett auf und schließe dann die Ameisensäurebehandlung an. Ein durchgehender Futterstrom soll sich positiv auf die Brutentwicklung auswirken, habe ich gelesen.

Das Futter wird in 16-l-Gebinden mit extrem großen Ausguss angeboten. Für mich etwas schwer im Handling.
Das Futter wird in 16-l-Gebinden mit extrem großen Ausguss angeboten. Für mich etwas schwer im Handling.

Fertigfutter für Bienen
Da ich im Moment so wenig Zeit habe - auch zum Bloggen - habe ich mich für Fertigfutter entschieden. Mein Mann hat mir "Ambrosia" mitgebracht. Ohne jetzt Werbung dafür machen zu wollen, zitiere ich kurz aus der Produktbeschreibung: "ambrosia Bienenfutter-Sirup ist ein flüssiges Fertigfutter, das natürlicher Bienennahrung sehr ähnelt. Er besteht aus Fruchtzucker, Traubenzucker und Saccharose. Durch seine hohe Konzentration ist er unanfällig gegen mikrobiologischen Verderb. Sein hoher Fruchtzuckeranteil (40 Prozent TS) verhindert ein Auskristallisieren. ambrosia Bienenfutter-Sirup ist ein ausgewogenes, flüssiges Fertigfutter mit niedrigem HMF-Gehalt (Hydroxymethylfurfural). Der bienengerecht angepasste pH-Wert trägt dazu bei, vitale und starke Frühjahrsvölker zu erhalten."
Das wollen wir mal hoffen! Mir erschließt sich nur noch nicht, weshalb das Futter "Ambrosia" heißt, also nach Beifuß-Traubenkraut. Leider ist unser Internet gerade so langsam, dass weder die Recherche noch Bloggen Spaß macht. Vielleicht kennt ja jemand die Antwort?

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Aha, die Königin zieht mitten im Brutnest eine Linie.
Aha, die Königin zieht mitten im Brutnest eine Linie aus freibleibenden Zellen.

Das Foto ist aus der Beute mit dem Aal-Strich-Schwarm. Dort habe ich heute nochmals die Vorratslage überprüft. Verdeckeltes Futter war nicht zu finden. Dafür das große, kompakte Brutnest mit einer "Linie" aus unbestifteten Zellen. Überlicherweise sagt man, sie benötigen diese freien Zellen, um darin zu heizen. Aber diese Zellen sind mit Honig gefüllt. Weiß der Schwarm noch nicht, wie es richtig geht? Brut in die Mitte, Futterrand außenrum?
Jedenfalls habe ich 1,5 l Zuckerlösung gegeben. Nach dem heißen Sommertag heute, wird ja für die nächsten drei Tage schon wieder Regen gemeldet.

So eine Lupe wäre vielleicht auch etwas für mich! Wenn ich nach Stiften suche, schüttle ich mir unter dem Schleier die Brille Richtung Nasenspitze, um darüber zu schielen...
So eine Lupe wäre vielleicht auch etwas für mich! Wenn ich nach Stiften suche, schüttle ich mir unter dem Schleier die Brille Richtung Nasenspitze, um darüber zu schielen...

Alles in Ordnung
Queen Marlene stiftet ebenfalls fleißig, sie wuselt noch immer unruhig über die Waben. Eine Nachschaffungszelle und etliche Spielnäpfchen habe ich entfernt.
Der Schwarm Helene in der Trogbeute hat für die nächsten Tage genügend Futter eingelagert. Ich bin dieses Wetter sooo leid! Und die Bienen sicherlich auch!

Imkern am Heidberg
Immerhin konnte am Dienstag mal das Imkern am Haidberg staffinden, das unsere BSV anbietet. Die Bienen waren recht kribbelig und sammelten sich auf dem Imkerschleier - zu kalt kann ihnen nicht gewesen sein...DSC_1754

Schon wieder ein Gewitter mit kräftigem Regen. Erst kürzlich habe ich entdeckt, dass ich meine Beuten aus dem Schlafzimmerfenster sehen kann, wenn ich mich hinauslehne.
Bei anhaltend schlechtem Wetter helfe ich einem Schwarm mit einer Notfütterung. Schon wieder ein Gewitter mit kräftigem Regen. Da traut sich ja keiner vor die Tür - weder Biene noch ich. Erst kürzlich habe ich entdeckt, dass ich meine Beuten aus dem Schlafzimmerfenster sehen kann, wenn ich mich hinauslehne.

Was sollte das denn? Als ich vor zwei Tagen das Wirtschaftsvolk Marlene durchsah, wurden die Bienen so fuchtig, dass mich zwei durch die Jeans hindurch gestochen haben. Es schwirrten so viele Bienen wütend um mich herum, dass ich eine Runde um die Blumenwiese gelaufen bin, um sie abzuschütteln - ohne Erfolg. Da ich mit der Durchsicht so gut wie fertig war - nur der halbe untere Brutraum fehlte noch - habe ich nachgegeben und die Beute wieder geschlossen. Da wird nun unten nicht ausgerechnet eine Weiselzelle sein?! Allerdings gab es mehrere Spielnäpfchen. Die junge Königin war wieder sehr unruhig und wuselte über die Waben. Sie ist fleißig und hat ein schönes Brutnest angelegt.

Diese Wabe aus der Mitte des Brutnestes ist fast komplett belegt. 5864
Diese Wabe aus der Mitte des Brutnestes ist fast komplett belegt. 5864 Zellen soll so eine DN-Maß-Wabe haben (auf dem Foto ist also nur die Hälfte zu sehen). Grob geschätzt werden hier demnächst etwa 5600 Bienen schlüpfen.

Notfütterung in Schlechtwetterperiode
Zuvor hatte ich mir die beiden Schwärme durchgesehen und den einen mit 1,5 l Zuckerwasser versorgt. Schwarm Helene hat bereits Futter eingelagert, sodass sie ein paar regnerische Tage überstehen sollten.
Waren sie bei Marlene nun so aggressiv, weil ich schon bei den beiden anderen Völkern war und meine Handschuhe und der Stockmeißel danach rochen?

Das kleine Imkerlein bin ich, unterstützt vom großen Imkergehilfen - meinem Mann.
Das kleine Imkerlein, das unter die Folie linst, bin ich, unterstützt vom großen Imkergehilfen - meinem Mann. Hinter der Kamera, unsere Tochter.

Endlich ist es kalt genug, um den Varroamilben mit Oxalsäure zu Leibe zu rücken. Vorbedingung sind Brutfreiheit und kühle Temperaturen (besser bei -5 °C als bei +5°C behandeln). Die kalten Temperaturen haben wir nun endlich, heute Bodenfrost und  4°C. Ob Queen Marlene noch stiftet, habe ich nicht überprüft. Denn jetzt gilt es, die Zeit zu nutzen. In nomaltemperierten Wintern findet die Behandlung oft um Weihnachten herum statt.

50 ml der 2,5 %igen Oxalsäurelösung werden in die Spritze gezogen.
50 ml der 2,5 %igen Oxalsäurelösung werden in die Spritze gezogen.

Oxalsäure trifft erwachsene Milben
Die Oxalsäure wirkt gegen die erwachsenen Milben, die sich außerhalb verdeckelter Brutzellen aufhalten, aber nicht in die verdeckelte Brut hinein. Vor zwei Jahren habe ich die Wirkungsweise der Oxalsäure ausführlich beschrieben. Wer mag, kann es nachlesen.
Heute früh nun die Sachen zusammengesucht: Schutzbrille und Handschuhe, sowie die 3,5 %ige Oxalsäurelösung. Die hatte mir eine Imkerin schon gebrauchsfertig angemischt. Hier ein Rezept: 200 g Zucker und 35 Oxalsäure in etwa 3/4 l Wasser lösen und auf 1 Liter auffüllen. Für ein zweizargiges Volk werden 50 ml Oxalsäurelösung empfohlen.

Mit der spitzen Tülle, lässt sich die Oxalsäure in feinem Strahl in die Wabengassen träufeln.
Mit der spitzen Tülle, lässt sich die Oxalsäure in feinem Strahl in die Wabengassen träufeln.

Wo sitzt das Volk?
Zunächst galt es, den Sitz der Wintertraube festzustellen. Also den Deckel abgenommen und von oben hereingeschaut. Die Bienen saßen in der Mitte, zwischen den Zargen. In diesem Fall nimmt man einfach die obere Zarge ab und beträufelt die Bienen in der unteren. Beim gegenseitigen Abschlecken kommen dann hoffentlich auch die Bienen aus der oberen Etage zum Zuge.

Endlich mal wieder eine heimische Biene fotografiert. (Die Bienen in Kamerun von letzter Woche zählen da nicht).
Endlich mal wieder eine heimische Biene fotografiert. (Die Bienen in Kamerun von letzter Woche zählen da nicht).

Genügend Futter bis zum Frühjahr
Doch was heißt hier, einfach die Zarge abnehmen. Wie gut, dass mein Mann dabei war. Queen Marlene legt sehr viel Wert auf eine stabile Bauweise, hat alle Ritzen mit Propolis verkittet und auch die Waben zwischen den Etagen miteinander verbunden. So war viel Kraft gefordert, um die obere Zarge anzuheben.
Bei der Gelegenheit wurde auch gleich klar, dass der Futtervorrat noch genügend schwer wiegt.
Die Bienen saßen in einer eher lockeren Traube auf sieben Wabengassen, und nur wenige flogen auf. So konnte ich die Oxalsäure ohne Schleier in die Gassen spritzen. Begeistert bin ich von der spitz zulaufenden Tülle, die ich bei Pia Aumeier erstanden habe. Mit einem superfeinen Strahl ließ sich die Säure zügig verteilen. Dann schnell die Beute geschlossen, damit das Volk nicht auskühlt.

Als letztes die Varroawindel eingeschoben, um in ein paar Tagen den Behandlungserfolg zu kontrollieren. Und jetzt: Wochenende!
Als letztes die Varroawindel eingeschoben, um in ein paar Tagen den Behandlungserfolg zu kontrollieren. Und jetzt: Wochenende!

Sonnenblumen sauber ausgeputzt. Die Samen werden im Frühjahr auf der Blumenwiese landen.
Sonnenblumen sauber ausgeputzt. Die Samen werden im Frühjahr auf der Blumenwiese landen.

Dieser Post sollte eigentlich schon vor zwei Wochen erscheinen, aber da kamen ja die Milben dazwischen. Unter den Tisch fallen lassen möchte ich ihn aber auch nicht.... Es geht noch einmal um die Blumenwiese.
Wie ich schon angemerkt habe, fallen Distelfinken, Erlenzeisige und Co. über die Samenstände in der Blumenwiese her. Mein Vater - erfahrener Landwirt - riet mir, selbst Samen zur Wiederaussaat im nächsten Jahr zu sammeln, bevor die Vögel "alles" weggepickt haben.
Diese Befürchtung teile ich nicht ganz. Es werden schon genug Samen heruntergefallen sein, die den Winter überstehen oder die Kälte sogar benötigen, um im Frühjahr zu keimen. Trotzdem habe ich etwas Saatgut "geerntet". Schaut her, wie wunderschön sie sind:

Von links nach rechts: Ringelblume, Malve, Flachs, Wilde Möhre, Nelke, Taubenkropfleimkraut, Phazelia.
Von links nach rechts: Ringelblume, Malve, Flachs, Wilde Möhre, Nelke, Taubenkropfleimkraut und Phazelia.

Saatgut von F1-Hybriden taugt nicht
Hoffentlich gehen auch die Sonnenblumen auf. Im vergangenen Jahr hatte ich zwei handvoll ausgesät, die ich selbst gesammelt hatte. Doch gewachsen ist kaum etwas und groß geworden ist nur eine einzige Sonnenblume in unserem Garten.
Ich schätze, es waren Hybridpflanzen. Dass sich Hybride nicht vermehren, wusste ich, der Grund dafür wurde kürzlich in dem Film "Die Saatgut-Retter - Im Kampf gegen die Konzerne" gut erklärt.
Hier die Kurzform: Die Mutterpflanze und auch die Vaterpflanze wird über mehrere Generationen hinweg immer nur mit sich selbst befruchtet. Durch die Inzucht werden die Nachkommen immer reinerbiger, aber auch schwächer und anfälliger gegen Krankheiten. Bringt man jetzt aber Mutter- und Vaterpflanze zusammen, setzen sich oft positive Merkmale durch und es entstehen besonders leistungsstarke und widerstandsfähige F1-Nachkommen. Kreuzt man diese wieder miteinander, zeigen diese Nachkommen oftmals die schlechteren Eigenschaften der Eltern.
Deshalb ist mein Sonnenblumensaatgut wohl gar nicht erst aufgegangen, oder die Pflänzchen sind schon nach wenigen Wochen verkümmert.

Der dreitägige Dauerregen hat der Beute zugesetzt - schwarze Stockflecken breiten sich aus. Optisch nicht schön, aber für die Bienen kein Problem.
Der dreitägige Dauerregen hat der Beute zugesetzt - schwarze Stockflecken breiten sich aus. Optisch nicht schön, aber für die Bienen kein Problem.

Zu den typischen Tätigkeiten am Bienenstand im Spätsommer zählt das Einengen der Völker - man entfernt den Honigraum und entnimmt auch altes Wachs.
Lehrbuchmäßig sollte dies ab Mitte August möglich sein und durchgeführt werden. Ich wollte Königin Marlene mit ihrem Volk einengen, den Honigraum als Brutraum geben und die untere Brutraumzarge mit den dunklen Waben entfernen - Stichwort Wabenhygiene. Ich habe das Volk auf diesen Waben geschenkt bekommen und weiß gar nicht, wie alt sie sind. Wahrscheinlich hätte ich sie schon im vergangenen Jahr austauschen müssen, aber da hielten mich die Maikrankheit und die Völkerzusammenführung auf Trab.

Anschluss zum Honigvorrat
Im Laufe des Sommers ziehen die Bienen mit ihrem Brutnest in den oberen Brutraum, weil sie immer Anschluss zum Honigvorrat suchen. Etwa Mitte August sollte laut Dr. Liebig (Einfach imkern: Leitfaden zum Bienenhalten) der untere Brutraum weitgehend frei sein. Einzelne noch besetzte Brutwaben würde man kurzzeitig nach oben  hängen. Ich war gespannt, wie es in der DN-Beute aussehen würde.

Diese Brutwabe mit altem Wachs muss dringend ausgetauscht werden - aber sie steckt noch voller (auch unverdeckelter) Brut.
Diese Brutwabe mit altem Wachs muss dringend ausgetauscht werden - aber sie steckt noch voller (auch unverdeckelter) Brut.

Marlene beansprucht viel Platz
Für diese Aktion hatte ich mich mit den üblichen Utensilien, Smoker und einer zusätzlichen Zarge ausgestattet. Der Blick ins Volk zeigte ein großes, kompaktes Brutnest ober mindestens vier Waben. Ich habe dann gar nicht weiter geschaut. Liegt es nun daran, dass die Bienen im oberen Raum viel Honig eingelagert haben? Oder halten sich auch andere Völker bedingt durch die warme Witterung oder welche Umstände auch immer, noch unten im Brutraum auf?
Habe die Beute wieder in den Urzustand zurückversetzt und werde in zwei Wochen noch einmal schauen.

Helene will sich nicht ausdehnen
Ein Blick auf die genügsame Helene: Trotz Futtergaben mögen ihre Bienen noch immer nicht die beiden zusätzlichen Rähmchen annehmen. Aber das wird schon noch. Irgendwann wird es ihnen mit Futter und Brut zu eng werden....

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Drei besonders hungrige Arbeiterinnen probierten direkt ein Schlückchen.
Her mit dem Futter: Drei besonders hungrige Arbeiterinnen probierten direkt ein Schlückchen.

Bei der letzten Völkerdurchsicht musste ich feststellen, dass der Schwarm kaum Futter eingelagert hat. Sie werden während der trüben Vollzeit-Regentage keinen Hunger gelitten haben, aber ich habe am Montag mit dem Auffüttern begonnen. Da hatte sie was zu tun, wenn sie schon nicht fliegen konnten und die Gefahr der Räuberei durch andere Bienen oder Wespen war bei strömenden Regen auch nicht gegeben.

Das Zuckerwasser habe ich zuhause angerührt und in Wasserflaschen abgefüllt. So lässt es sich ohne Kleckerei in die Futtertasche gießen.
Das Zuckerwasser habe ich zuhause angerührt und in Wasserflaschen abgefüllt. So lässt es sich ohne Kleckerei in die Futtertasche gießen.

Fürs Futter habe ich Zucker in lauwarmem Wasser im Verhältnis 3:2 aufgelöst. Insgesamt 1,5 l gab es am Montag, und heute war kein Tröpfchen mehr davon da. Also gab es am Mittwoch die zweite Portion.

Als Schimmhilfe noch einen Zweig mit Blättern hineingelegt, damit keine untergeht.
Wer allzu gierig ist, geht leicht unter. Ein Zweig mit Blättern dient zum Festhalten und Ausstieghilfe.

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DSC_0274Auf Ingrids Blumenwiese wächst es vor allem hoch: Natternkopf mit blauen Blüten und eine Pflanze mit weit ausladenden "Ästen", die ich nicht kenne.
Der Natternkopf ist eine "einheimische, schwach giftige Pflanze mit guten Bienenweideigenschaften", um einmal mehr die Honigmacher zu zitieren. Die anfangs rot, später blau blühende Pflanze ist mir schon bei meinen Eltern aufgefallen. Am mageren Wegesrand wächst sie dort viel üppiger als drei Meter weiter im immer mal gedüngten Blumenbeet.
Kennt denn jemand die senfgelbe Pflanze im Vordergrund?

DSC_0275DSC_0278

Gruß von der Blumenwiese: Vor dem Mähen habe ich einige Blumen gerettet und Sonnenblumen stehen gelassen.
Gruß von der Blumenwiese: Vor dem Mähen habe ich einige Blumen gerettet und Sonnenblumen stehen gelassen.

So, dem Gänsefuß geht es an den Kragen - besser an die Wurzeln. Danke an Nicolle, die am Mittwoch bei Hitze und zeitweisem Nieselregen beherzt zugegriffen hat! Nette Gespräche, Entdeckungen bei den Blühpflanzen, gemeinsam etwas tun - das hat Spaß gemacht!
Inzwischen ist fast die Hälfte der Blumenwiese von Gänsefuß/Ackermelde befreit. Seht her:

Ganz schön ausgedünnt: Die rechte Hälfte ist von Ackermelde befreit, links steht sie noch dicht.
Ganz schön ausgedünnt: Die rechte Hälfte ist von Ackermelde befreit, links steht sie noch dicht.

Nun müssen wir leider auch noch die ausgezogenen Pflanzen abräumen. Meine Hoffnung war, dass die Samen noch nicht reif sind, weil die Samenstände noch grün sind. Doch gestern traf ich unseren Nachbarn, der vorsichtig ein einzelnes Samenkorn aus der Hülle pulte und feststellte: es ist schwarz und damit reif. Herrje!

Reifeprüfung: Spannung, bis das Samenkorn "ausgepackt" ist - es ist bereits schwarz und damit reif.
Reifeprüfung: Spannung, bis das Samenkorn "ausgepackt" ist - es ist bereits schwarz und damit reif.

Die restliche Wiese - wirklich mehr Gänsefuß als alles andere, werde ich mit der Sense abmähen.

Das Sensen erinnert mich an meine Kindheit. Vor allem mein Opa nahm sie zur Hand, um damit die Grasstreifen an den Wegrändern in schach zu halten....
Das Sensen erinnert mich an meine Kindheit. Vor allem mein Opa nahm sie zur Hand, um damit die Grasstreifen an den Wegrändern in schach zu halten....

Und damit der Gänsefuß sich nicht gleich wieder neue auf die Socken macht, säe ich nochmals eine Blumenwiesenmischung mit Grasanteil nach. So wächst hoffentlich schnell eine kräftige Untersaat heran, die den Gänsefüßen ein Bein stellt. Herrlich, welche Wortspiele sich ergeben...

Ein Traum in Lila mit gelben Farbtupfern: Phazelia und Raps.
Blumenwiese Ende Juni: Ein Traum in Lila mit gelben Farbtupfern: Phazelia und Raps. Und wie das summt! Vor allem Hummeln tummeln sich hier - es müssen Tausende sein.

Nie hätte ich mit so viel Unkraut in der Blumenwiese gerechnet. Das habe ich mir wirklich anders vorgestellt!  Der Gänsefuß überdeckt fast alles - und von der geringen Blütenvielfalt bin ich auch enttäuscht.... So sieht die Wiese nämlich aktuell nach der kurzen Hitzeperiode aus:

Die Phazelia ist weitgehend verblüht, vereinzelt blühen Kornblume, Borretsch, Buchweizen, Mohn - aber wirklich nur ganz verzeinzelt....
Die Phazelia ist weitgehend verblüht, vereinzelt blühen Kornblume, Borretsch, Buchweizen, Mohn - aber wirklich nur ganz verzeinzelt.... Im hinteren Bereich steht vor allem Ackermelde, auch Gänsefuß genannt.
Der Weiße Gänsefuß.
Sieht so unschuldig aus: Der Weiße Gänsefuß.

Wie es der Zufall so will, lernte ich in der vergangenen Woche einen neuen Nachbarn kennen, der als promovierter Agrarwissenschaftler und ehemaliger Imker sowohl Ahnung von Blumen als auch von Bienen hat. Für den Tiefkühlkost-Hersteller Iglo hat er die Blumenmischung für den Blühstreifen entwickelt, die von den Vertragsbauern an den Feldrändern ausgeät wird. Wir haben uns lange und ausführlich unterhalten.

Das Unkraut stoppen
Die Essenz daraus: Auf keinen Fall darf sich der Gänsefuß aussäen - das würde gleich millionenfach geschehen und andere Blühpflanzen künftig verdrängen. (Habe mal eben bei Wikipedia geschaut: Eine große Pflanze kann bis zu 1,5 Millionen Samen produzieren, die sich bis zu 1700 Jahre im Boden halten - unglaublich!) Also, raus damit!

Der Fachmann schlägt zwei Möglichkeiten vor:
1. Wieder einmal mit manpower ran an die Blumenwiese und den Gänsefuß rausziehen, eventuell Blumensaat nachsäen. Nach den Erfahrungen, die ich bereits gemacht habe, bin ich wenig begeistert - das Ergebnis von einer Stunde Zupfen ist kaum sichtbar....

Die Samenstände
Aus der Nähe betrachtet sind die Samenstände des Gänsefußes auch noch besonders schön - bitte zur Vergrößerung anklicken.

2. Die Fläche mulchen (abmähen und gleichzeitig zerkleinern - damit sind auch die Blumen weg), drei Wochen ruhen lassen, (mit Pflanzenschutzmittel spritzen) und neu einsäen. Dieses Mal mit einer ausgewogeneren Saatgutmischung, die auch eine Untersaat aus Gras oder Klee beeinhaltet. Die Untersaat wächst schnell und dicht, sodass der Gänsefuß sich nicht ausbreiten kann. (Ich hoffe, ich habe alles richtig behalten.) Kostet auch wieder viel Arbeit und Geld - und bedeutet erneut eine Suche nach jemandem, der die passenden Gerätschaften hat.

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Immerhin entstehen in der Abendsonne stimmungsvolle Bilder von der Phazelia.

Wir jäten und mähen
Was also tun? Heute habe ich mich mit Imkerpatin Mechthild beraten. Das Ergebnis: Ich werde den vorderen Teil der Wiese (an der das Blumenwiesenschild steht) jäten, denn hier war ich schon fleißig und der Unkrautdruck ist nicht ganz so hoch. Den Rest werden wir mit Sensen abmähen und das Schnittgut entfernen. Und dann nachsäen, entweder Blumenmischung oder Klee als Untersaat - dazu darf ich vielleicht den neuen Nachbarn noch einmal fragen?