Hornissen im Nistkasten

Die Arbeiterinnen der Hornissen sind etwa 2,5 cm lang und produzieren wesentlich lautere Fluggeräusche als Bienen.
Die Arbeiterinnen der Hornissen sind etwa 2,5 cm lang und produzieren wesentlich lautere Fluggeräusche als Bienen.

Heute erweitere ich den Bienenblog um einen Eintrag über Hornissen, die man zur Zeit häufiger sieht. Auch in unserem Garten zeigen sich welche, aber ich habe keine Ahnung, wo sie nisten. Dafür sind an verschiedenen anderen Stellen Nester bekannt. Darüber habe ich einen kurzen Artikel für die Lokalzeitung verfasst:

Hornissen-Nest: Naturschutzgruppe beruhigt Eltern

Herrscht nur wenig Flugverkehr und verhält man sich ruhig, kann man das Treiben der Hornissen gut beobachten.
Herrscht nur wenig Flugverkehr und verhält man sich ruhig, kann man das Treiben der Hornissen gut beobachten.

An der Zufahrt zum Kindergarten Heilig-Kreuz in Hamm-Bossendorf befindet sich in einer gewaltigen Eiche ein Hornissennest. So unauffällig, dass man es kaum bemerkt, wenn nur wenige Tiere fliegen. "Ach, die tun nichts", erklärt eine Anwohnerin, "aber manchmal ist richtig was los. Dann kann das Gesumme schon bedrohlich wirken." Das fanden auch besorgte Eltern und sprachen die Leiterin des Kindergartens an. Mechthild Gerding von der Naturschutzgruppe des Heimatvereins in Lippramsdorf konnte beruhigen: "Hornissen haben leider einen schlechten Ruf, aber sie sind friedliche Tiere, die nur stechen, wenn sie sich bedroht fühlen. Ihr Gift ist nicht toxischer als das von Bienen und Wespen."

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Ein Fertighaus? Warum nicht? Bei Gerdings haben Hornissen einen Vogelnistkasten besetzt.

Hornissen sind harmlos
Wer einen respektvollen Abstand zum Nest einhält und sich ruhig bewegt, stört die großen Insekten nicht und kann sie gut beobachten. Mit imposantem Gebrumm fliegen die etwa 2,5 cm langen Arbeiterinnen ein und aus oder fächeln vor dem Flugloch mit ihren Flügeln kühle Luft ins Nest. "Im Hochsommer leben 400 bis 700 Insekten in einem Volk. In dieser Zeit verfüttern sie bis zu 500 g Insekten pro Tag an ihre Brut. Die Hornissen selbst ernähren sich auch von Baumsäften, Nektar und Fallobst. Sie sind ein wichtiger Teil des Naturkreislaufs", berichtet Mechthild Gerding über die streng geschützten Insekten.

Ein Vogelnistkasten ist für Hornissen recht beengt, also wird draußen weitergebaut.
Ein Vogelnistkasten ist für Hornissen recht beengt, also wird draußen weitergebaut.

Jedes Jahr ein neues Nest
Den Winter überleben nur begattete Jungköniginnen, die außerhalb des Nestes überwintern, sich im nächsten Jahr eine neue Bleibe suchen und alleine beginnen ihr eigenes Volk aufbauen. Ihr Nest wird etwa 60 cm lang und misst 30 cm im Durchmesser. Bei zu kleinen Nisthöhlen gründen sie sogar Filialen.
"Die Hornissen haben es schwer, geeignete Hohlräume zu finden. Hohle Baumstämme sind selten," sagt Mechthild Gerding. In ihrem Garten hat ein Hornissenvolk einen Vogelnistkasten am Eingang zur Garage zum Heim erklärt und stört die Familie überhaupt nicht. Im Gegenteil: "Wir haben großen Spaß daran und lernen viel über diese interessanten Tiere."

3 Gedanken zu “Hornissen im Nistkasten

  1. Richter-webel

    Wir haben im Garten 2 Nistkästen für Vögel, beide sind von Hornissen belegt, sie stören uns nicht. Wire beobachten sie oft.

    Antwort
    1. Gerburgis Sommer

      Beitragsautor

      Hallo,
      ich hoffe, Ihr erzählt vielen Leuten davon, damit sie die Angst vor Hornissen verlieren und ihnen mit Respekt und Neugierde begegnen.
      Viele Grüße
      Gerburgis

      Antwort
  2. Richter-webel

    Wir haben im Garten 2 Nistkästen für Vögel, beide sind von Hornissen belegt, sie stören uns nicht.

    Antwort

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