Honig

Kann mir mal jemand verraten, warum die Bienen die Honigwaben so unterschiedlich verdeckeln? Bem Schleudern fiel es mir auf. Hier sieht ja alles ganz "ordentlich" aus, die Wabenstruktur ist noch zu erkennen.Aber hier oben auf der gleichen Wabe gab´s dann wohl Bauschwierigkeiten. Die Waben wirken gestaucht - Freestile. Hat jemand eine Idee?

Ein Blick auf die Völker

So nicht: Das Dach darf nicht klappern.

Heute mal eben bei den Bienen vorbei geschaut und gesehen, dass der Wind in der vergangenen Nacht das Dach der Trogbeute verschoben hat. Zur Sicherung habe ich die beiden Spanngurte noch einmal anders geführt und fest gezurrt. Jetzt wackelt und klappert nichts mehr. Denn Geräusche und Erschütterungen stören die Bienen in ihrer Winterruhe - genauso wie warmes Wetter. !3 °C und Sonnenschein verlocken zum Fliegen. Ist bestimmt schön, wenn die Bienen ihre Kotblase erleichtern können, aber wenn sie zu lange unterwegs sind und die Temperatur nur wenige Grad sinkt, verklammt die Flugmuskulatur und die Bienen schaffen es nicht mehr zurück in den Stock.

Warme Temperaturen locken die Bienen aus der Trogbeute nach draußen.

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Apfelcrumble mit Honig und Vanillesoße. Schmeckt besser, als es aussieht. Verzeiht, Food-Fotografie ist nicht mein Ding....

Schon im vergangenen Jahr habe ich diesen Post verfasst und dann wegen immer neuer aktuellerer Themen nicht gepostet: Noch immer zehren wir von den Äpfeln, die wir im Herbst bei meinen Eltern gepflückt und die uns Nachbarn geschenkt haben - die eigenen sind längst verputzt. Allerdings sieht man ihnen die Lagerung schon an. Damit der Vorrat schneller schrumpft, gibt`s jetzt einmal in der Woche Apfelcrumble mit Honig, sehr gerne auch mal als süßes Abendessen.
Tja, das sieht 2017 nach einer sehr mauen Apfelernte anders aus: Keine zehn Stück konnten wir von 11 Bäumen ernten. In der nächsten Woche könnte ich mal wieder ein Apfelcrumble auftischen - von gekauften Äpfeln....

Die in Spalten geschnittenen Äpfel werden mit Honig beträufelt.
Die in Spalten geschnittenen Äpfel werden mit Honig beträufelt.

Die Zutaten:
4 Äpfel
4 TL Zitronenschaft
1 TL Zimt
Honig nach Geschmack
100 g Butter
6 EL Mehl
4 EL Haferflocken
4 EL Zucker

Für die Soße:
600 ml Milch
1 P Vanillepuddingpulver
1 EL Zucker

Die Äpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden, mit Zitronensaft, Zimt und Honig vermischen und in eine Auflaufform geben.
Die Zutaten für die Krümel vermengen und darüber geben bei 190 °C etwa 30 Minuten backen.
Wer mag kann auch Rosinen dazugeben - bitte vorher mit kochendem Wasser übergießen - oder die Haferflocken durch gemahlene Haselnüsse ersetzen.
In der Zwischenzeit die Vanillesoße nach Packungsaufschrift zubereiten. Noch warm schmeckt sie richtig gut dazu, finde ich.

Ein ganz besonderes Mitbringsel aus Däenmark: Heidehonig!

Darüber habe ich mich sehr gefreut! Als ich kürzlich bei den Bienen werkelte, schenkte mir meine Nachbarin Tanja diesen Honig, den sie aus dem Urlaub auf Fanø mitgebracht hatte. Den hatte ihre Familie beim Frühstück sehr zu schätzen gelernt. Heidehonig ist einer der kulinarischen Genüsse die die Insel bietet. Und er ist wirklich sehr aromatisch.
Herzlichen Dank!
Jetzt muss ich doch mal einen Imkerkollegen fragen, der seit Jahren seinem Freund bei der Honigernte auf Fanø hilft, könnte ja sein, dass er dieses Glas abgefüllt hat. Das wäre witzig!

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Drei Tage nach dem Schleudern nehme ich mit einem Teigschaber den Schaum von der Honigoberfläche ab.

Frisch geschleuderter Honig enthält Luftblasen und feinste Wachspartikel, die aber schon bald an die Oberfläche steigen und dort mit ausgefallenen Eiweißen einen weißen Schaumteppich bilden.
Mit einem Teigschaber oder alternativ mit Haushaltsfolie, die man auf den Schaum legt und abzieht, lässt sich der Schaum entfernen. Eventuell muss man es nach ein, zwei Tagen wiederholen, bis die Honigoberfläche klar ist.
Damit wäre der erste Punkt der Honigpflege schon mal abgehakt. Der Honig kommt zurück in den kühlen dunklen Keller, bis er anfängt zu kristallisieren.
Und ich flitze gleich mal eben zu den Völkern, um die ausgeschleckten geschleuderten Rähmchen aus dem Honigraum zu nehmen. Wollte ich eigentlich schon gestern machen, aber Unwetter am Morgen und unser Imkertreffen mit Standschau am Abend haben mich davon abgehalten.

 

Drei Völker, drei Farben, 50 kg Honig - die Honigernte 2017! (Helene/Trogbeute, Marlene, Aalstrich-Schwarm v.l.)

Vergangene Woche Donnerstag wollte ich nur mal eben eine Bienenflucht einlegen. Doch die Bienen waren so ruhig und gerade so wenige im Honigraum, dass ich spontan beschloss, die vollen Waben direkt zu entnehmen. Ist auch alles gut gegangen, nur das letzte Volk war wohl schon informiert und etwas krawallig.
Leider bin ich mit meinem Bericht spät dran. Meine Festplatte geht auf Krücken und war ein paar Tage offline. Noch immer nicht repariert - jetzt hält sie halt so lange sie hält. Dann sehe ich weiter.... Deshalb jetzt nur einen Kurzbericht als Bildergeschichte.

Geschleudert habe ich am Montag - und war damit fast den ganzen Tag beschäftigt. Morgens vorgekocht (Nudelsalat mit Würstchen, weil man bei der Honigernte in der Küche nicht zeitgleich Essen zubereiten darf) dann die Küche geputzt, Stehrumle, Blumen, Kaffeemaschine usw. weggeräumt, Honiggläser in der Spülmaschine gespült und schließlich die Vereinsschleuder bei einem anderen Mitglied abgeholt.

Zwischendurch habe ich mit meinem Refraktometer den Wassergehalt gemessen: 18 Prozent bei den beiden hellen Honigen, 17,1 Prozent beim dunklen Honig (unten). Wider Erwarten ging das Entdeckeln mit der Entdeckelungsgabel doch nicht in den Arm - spüre keinen Muskelkater.
An den halb entdeckelten Waben kann man ganz gut die Farbunterschiede des Honigs vergleichen. Der dunklere hat einen großen Waldhoniganteil.Habe den Honig zunächst nur in Eimern abgefüllt - ich war echt froh, als ich endlich damit fertig war. Diese Kleberei mag ich an der Geschichte gar nicht. Zum Schluss stand natürlich das Saubermachen auf dem Programm. Mit Teigschaber und "Schmachtleppel" (Gummizunge) habe ich versucht, auch das letzte Gramm des kostbaren Honigs zu bergen. Wenn ich überlege, wieviel Arbeit die Bienen da hinein gesteckt haben, wäre es bienenverachtend, wenn man lasch damit umginge.
In der Abenddämmerung habe ich dann die geschleuderten Waben zum Ausschlecken ins Volk zurückgegeben. Wollte sie eigentlich heute wieder rausholen, aber es gewittert und regnet gerade.
Honigernte verköstigt
Zum krönenden Abschluss der Honigernte gab es dann Joghurt mit Früchten und einem kräftigen Schlag Honig obendrauf. Lecker!

Der angewärmte Honig war recht flüssig und lief sehr "sportlich" ins Glas.

Längst ist der in Gläsern abgefüllte Honig verschenkt und verkauft. Höchste Zeit, noch einmal nachzulegen. Im Keller standen noch zwei Hobocks mit mehr Inhalt, als ich erwartet hatte. So reichten die Honiggläser nicht aus. Habe noch in der Nachbarschaft nachgefragt, einige Gläser erhalten und schließlich den Rest in Marmeladengläsern abgefüllt - der ist dann für den Eigenverbrauch gedacht.

Den Totenfall durchs Mäusegitter zu schieben, ist sehr mühsam. Auf der Biene rechts sitzt sogar eine Milbe.

Honig verflüssigen
Der Eimer mit der Frühjahrstracht war zur Hälfte durchkristallisiert und ließ sich derart fest geworden natürlich nicht abfüllen.
Da ich in meiner kleinen Imkerei keinen Wärmeschrank zum Verflüssigen des Honigs besitze, habe ich mir einen Einkochtopf geliehen: Honigeimer rein, Wasser bis zur Honigmarke eingefüllt und unter mehrmaligem Rühren über mehrere Stunden auf 40 °C erwärmt. Das ging erstaunlich gut und der Honig war hinterher sehr schön flüssig. Wer sich für die Hygieneregeln beim Abfüllen interessiert, klicke hier: Köstlichkeit in Gläser abgefüllt.

Schimmelrasen unter dem Beutendeckel.

Blick ins Volk
Als ich kürzlich bei den Bienen war, fiel mir auf, dass der Aalstrichschwarm sehr viel Totenfall auf dem Gitter liegt.
Habe einmal den Deckel gelüpft, um reinzuschauen und war über den Schimmelbefall unter dem Deckel recht erschrocken.
Ist das Volk zu klein, um eine zweizargige Beute zu klimatisieren? Wäre es nicht passiert, wenn ich statt des Propolisnetzes eine Folie unter den Deckel gelegt hätte? Habe den Deckel mit einem Tuch abgewischt und wieder aufgesetzt.

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Zum Thema passt eigentlich ein weniger ansprechendes Bild viel besser, aber ich habe mich doch für die hübsch dekorierte Variante entschieden.
Zum Thema passt eigentlich ein weniger ansprechendes Bild viel besser - siehe unten, aber ich habe mich doch für die hübsch dekorierte Variante entschieden.
Vorne Gläser mit Kunststoffdeckel, hinten Twist-off-Deckel aus Metall mit "Pfötchen-Garnitur"....
Vorne Gläser mit Kunststoffdeckel, hinten Twist-off-Deckel aus Metall mit "Pfötchen-Garnitur"....

Ist ja schon witzig, wie manche Posts entstehen. Da war ich kürzlich nach dem Abfüllen des Honigs mit dem Etikettieren der Gläser beschäftigt, als ich mich über Fingerabdrücke auf den Deckeln ärgerte. Um das Etikett gerade zu platzieren, halte ich es mit Daumen und Mittelfingern und stütze mich mit den Zeigefingern auf dem Deckel ab. Bei den Metalldeckeln der Twist-off-Gläser bleiben die "Pfötchen" stehen - da können die Hände noch so gut gewaschen sein - und müssen anschließend wieder abgewischt werden. Auf Kunststoffdeckeln sieht man die Abdrücke nicht.

DIB-Glas gefällt mir nicht

Das führt mich zur grundsätzlichen Frage, welches Glas mir am besten gefällt. Das Einheitsglas des DIB nutze ich nicht. Ich verstehe nicht, wie man ein Etikett auf ein Glas mit Relief kleben kann? Außerdem mag ich die Einheitsetiketten/Gewährsverschlüsse des DIB von Farbe und Gestaltung her gar nicht. Dabei sagt mir an sich die Idee zu, den Honig unter dem bekannten Warenzeichen des Deutschen Imkerbundes zu vermarkten.

Passender Deckel fürs Honigglas

Twist-off-Gläser fallen einen Tick niedriger aus, als die anderen. Deshalb musste ich die Etiketten kürzen.
Twist-off-Gläser fallen einen Tick niedriger aus, als die anderen. Deshalb musste ich die Etiketten kürzen.

In den ersten Jahren habe ich den Honig in Neutralgläsern mit goldfarbenen Schraubdeckeln aus Kunststoff ohne Deckeleinlage abgefüllt. Das gefiel mir auch ganz gut, allerdings kamen einige Gläser mit zerbrochenen Deckeln zurück. Deshalb bestellte ich in diesem Jahr Einheitsgläser mit Twist-off-Deckeln aus Metall.
Doch ich musste erstens feststellen, dass die Gläser einen Hauch anders geformt sind, sodass meine Etiketten zwei Millimeter zu hoch sind. Zweitens die Sache mit den Fingerabdrücken. Drittens, habe ich während dieser Recherche gelernt, sind die Metalldeckel gar nicht zur Wiederverwertung gedacht. Damit sie fest schließen, ist innen ein Dichtungsring aus Kunststoff aufgespritzt, der sich nicht hygienisch reinigen lassen soll.
Also, keine Frage, welche Gläser ich das nächste Mal nehme: Neutralgläser mit Kunststoffdeckel!

Honig in verschiedenen Goldtönen - noch dazu mit Glanzsternchen von der Sonne - was will man mehr? Diese Wabe ist, weil noch nicht verdeckelt, nicht zum Schleudern gedacht.
Honig in verschiedenen Goldtönen - noch dazu mit Glanzsternchen von der Sonne - was will man mehr? Diese Wabe ist, weil noch nicht verdeckelt, nicht zum Schleudern gedacht.

Ehrlich gesagt, war ich in den vergangenen Tagen schon ganz wibbelig. Durch den Urlaub und ganz viel Arbeit in den vergangenen Wochen hatte ich nicht viel Zeit, mich mit den Bienen zu beschäftigen. Als ich dann hörte, wer alles schon geschleudert hat, wurde mir ganz anders: Bin ich in diesem Jahr sehr spät dran?
Deshalb ging es jetzt ganz fix: Am Freitagabend haben mein Mann (der jetzt übrigens auch mit eigener Imkerjacke und Handschuhena ausgestattet ist) und ich die Bienenflucht zwischen Brut- und Honigraum eingelegt. Gestern war das Wetter wieder durchwachsen und teils regnerisch. Das kommt hoffentlich der Honigqualität zugute, denn wer nicht rausfliegt, beschäftigt sich im Stock, zum Beispiel mit dem Trocknen von Honig.

In blendendweißer nagelneuer Imkerjacke setzt mein Mann die Honigzarge auf die Bienenflucht.
In blendendweißer nagelneuer Imkerjacke setzt mein Mann die Honigzarge auf die Bienenflucht.

Hygiene am Bienenstock
Heute früh (Sonntag) ging es noch vor dem Frühstück zur Honigernte auf die Wiese. Selbstverständlich unter Einhaltung der gebotenen Hygieneregeln: saubere Kleidung, Handschuhe und auch das Auto, in dem wir die Kisten mit den Waben transportierten.
Queen Marlene und ihr Volk sind der Wahnsinn! Schon nach dem Öffnen ist dies an den Wachsbrücken zu erkennen, die sie zwischen oberem Honigraum und Propolisnetz (das übrigens auch gut gefüllt ist) gebaut haben - das Volk will in diesem Sommer hoch hinaus....
16 in der Regel voll verdeckelte Waben konnten wir entnehmen! Die restlichen tauschten wir aus, auch mit den beiden Drohnenrahmen, die ich ganz entfernte.

Wachsbrücken deuten auf ein gesundes Volk hin - habe ich bei Guido Eich gelernt.
Wachsbrücken deuten auf ein gesundes Volk hin - habe ich bei Guido Eich gelernt.

Einfüttern mit Ambrosia
Beim Schwarm Helene hatte ich ja auch einen Honigraum aufgesetzt, aber hier sind nur wenige Rähmchen ausgebaut und nur eine Spur Honig eingetragen - alle Honigrähmchen wanderten in den Brutraum - die Trogbeute geht natürlich einzargig in den Winter.
Beim Aalstrich-Schwarm - ich fürchte, der Name bleibt - haben wir dann nicht mehr so genau geschaut, da die Bienen recht fuchtig wurden.
Zum Verkleinern der Völker ist es noch zu früh, da im unteren Brutraum noch Brut aufgezogen wird.
Gleich werde ich zufüttern - das erste Mal mit Ambrosia (dazu demnächst mehr). Je nachdem wie die Wetterprognose für die nächsten Tage auschaut, schiebe ich zwischendurch die Ameisensäure-Behandlung gegen die Varroamilben ein und fütttere danach weiter. Wer weiß, wie früh es in diesem Jahr herbstlich und damit zu kühl für die Verdunstung wird?!

Gefüllt und sogar komplett verdeckelt -so sehen bei Marlene die meisten Waben im oberen Honigraum aus.
Blick in den oberen Honigraum: gefüllt und sogar komplett verdeckelt -so sehen die Rähmchen bei Queen Marlene aus.
Nebenan im Aalstrich-Schwarm ein gut gefülltes Brutnest.
Nebenan im Aalstrich-Schwarm ein gut gefülltes Brutnest. Stiftewaren hier ebenso wie in der Trogbeute zu sehen.

Hui! Da ist den Bienen aber eine Überraschung gelungen! Als ich heute früh nach unserem zweiwöchigen Urlaub die Völker durchgesehen habe, konnte ich weder den oberen, noch den unteren Honigraum von Queen Marlene  anheben. Wahnsinn! In den vergangenen sechs Wochen seit meiner letzten Durchsicht müssen die Arbeiterinnen ohne Ende geschuftet haben.
Da das Wetter in diesem Sommer aber so durchwachsen, teils kühl und sehr regnerisch ist, habe ich überhaupt nicht damit gerechnet. Ich freue mich wirklich sehr. Zumal die Nachfrage nach meinem Honig steigt. Heute hat sich erneut eine Nachbarin erkundigt, ob ich auch Honig verkaufe. Die Chancen stehen gut!
Ich habe dann darauf verzichtet, einzelne Rähmchen rauszunehmen, damit ich die Zargen abheben kann, um dann eine Völkerdurchsicht zu machen. Wer so fleißig Honig produziert, muss fit sein. Die Klopfprobe (an die Zarge klopfen und auf das Summen lauschen) war ebenfalls positiv: Die Bienen brausten kurz auf und verstummten dann wieder). Dazu flogen die Bienen eifrig. In den nächsten Tagen werde ich mal ein Video davon hochladen.

Den Varroaschieber habe ich mit Papier bestückt, damit das Gemüll die Kunststoffschale nicht verklebt.
Den Varroaschieber habe ich mit Papier bestückt, damit das Gemüll die Kunststoffschale nicht verklebt.

Was machen die Milben?
Jetzt wird es auch wieder Zeit, sich um die Varroamilben-Frage zu kümmern. Wie sieht es mit dem Befall aus? Beim Trogbeutenvolk liegt ganzjährig ein Varroaschieber auf dem Boden. Dort habe ich eine Milbe entdeckt. Aber ob das aussagekräftig ist? Zuletzt habe ich ja vor über drei Wochen nachgesehen. Ob Ameisen die Milben räubern? Gesehen habe ich keine. Egal. Habe den Schieber gereinigt und reingeschoben. Dasselbe auch bei den beiden anderen Völkern. Dieses Mal habe ich daran gedacht, das Papier mit einem Stift in Felder zu unterteilen - so fällt das Zählen leichter. In drei Tagen werden sich hoffentlich nur wenige Milben darauf wiederfinden.

Und zum Schluss noch eine Mitbewohnerin: Diese Kreuzspinne - näher kann ich sie nicht bestimmen - haust wohl unter dem Beutendeckel.
Und zum Schluss noch eine Mitbewohnerin: Diese Kreuzspinne - näher kann ich sie nicht bestimmen - haust wohl unter dem Beutendeckel.

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ökjbgöpg
Mit dem Teigschaber lässt sich der Schaum gut vom Honig abnehmen.

Bienen machen Honig. Imker schleudern den Honig und füllen ihn in Gläser, fertig! Oder? So stellte ich es mir jedenfalls vor, bevor ich mit der Imkerei begann. Von Honigpflege hatte ich damals noch nichts gehört.

Den zusammengeschobenn Schaum kann man einfach mit einem Löffel abnehmen.
Den zusammengeschobenen Schaum kann man einfach mit einem Löffel abnehmen.

Schaum abschöpfen
Um einen qualitativ hochwertigen Honig erzielen, sollte man jedoch einige Dinge beachten. Dazu zählt einige Tage nach dem Schleudern das Klären des Honigs. Zwar floss der Honig aus der Schleuder durch ein Doppelsieb in den Eimer. Doch inzwischen sind Luftbläschen, Wachspartikel aus den Waben oder Reste von Wachsdeckeln, Pollen, vielleicht auch ein Bienenbeinchen oder Holzsplitter von Rähmchen an die Oberfläche gestiegen. Mit Teigschaber und Löffel lässt sich diese Art Schaum abschöpfen. Er kann an die Bienen verfüttert werden, oder man isst ihn einfach - es ist genug Honig darin und ich habe keine Bienenbeinchen oder ähnliches gefunden.
Nun kann man den Honig direkt abfüllen. Das habe ich mit einem kleinen Teil des Honigs gemacht, so kann ich meinen honighungrigen Abnehmern den ärgsten Druck nehmen. Die überwiegende Menge bleibt zunächst im Eimer und wird demnächst gerührt, damit er eine cremige Konsistenz erhält.
Honig wird kühl, dunkel und trocken gelagert. Also: Deckel fest auf den Eimer drücken und ab in den Keller.

Ein Blick auf die Völker
Der noch unbenannte "Schwarm mit Aalstrich" vom 30. Mai hat eine fleißige Königin, die bereits stiftet. Allerdings konnten sie sich in der kurzen Zeit unter schlechten Witterungsbedingungen keinen rechten Futtervorrat anschaffen. Da für die nächsten Tage viel Regen angesagt wurde, werde ich zufüttern. Das ist beim Wirtschaftsvolk und auch beim Schwarm Helene nicht notwendig.

Honigschleuder anschaffen?
Noch ein Tipp: Ob ich mir doch mal eine eigene Schleuder zulege? Der Gedanke kam mir schon mal und diese Frage hat sich auch Hans Heinrich aus Dreden gestellt, fleißig recherchiert und eine Internetseite dazu erstellt. Auf www.honigschleuder.net findet man viele wichtige und interessante Aspekte zum Thema.

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Da ist er, der erste Honig des Jahres 2016! Sehr lecker! Mild und rund im Geschmack. Ein spezielles Aroma kann ich nicht herauslesen.
Da ist er, der erste Honig des Jahres 2016! Sehr lecker! Ein spezielles Aroma kann ich nicht herauslesen, aber er ist mild und rund im Geschmack.

Jetzt schleudere ich schon in der dritten Saison den Honig meiner Bienen und es hat seinen Zauber noch nicht verloren. Dieser süße Honigduft, der aus der Schleuder strömt, wenn man den Deckel öffnet! Und wenn der erste Honig - welche Farbe hat er in diesem Jahr? - aus der Schleuder tropftm, ist es besonders spannend. Probiert habe ich ihn längst vorher mit einem Fingerstupf direkt in die Wabe: so bienenstockwarm ist er besonders lecker.
Einzig die Kleberei des Honigs nervt. Unweigerlich gerät er beim Entdeckeln der Waben an die Hände, und ist er erst einmal auf dem Boden gelanden, muss man schon fix mit dem Lappen hinterher, wenn nicht alles kleben soll.... Aber ich bekomme ja das Rundum-sorglos-Paket geschenkt. Ich darf nämlich bei Ingrid Vorholt schleudern. Da ist immer alles picobello hergerichtet und es wird immer ein netter Abend. Dankeschön!

Eine Faustregel besagt, wenn zwei Drittel der Wabe verdeckelt sind, ist der Honig reif. Diese Wabe ist bereits komplett verdeckelt und Dank der Bienenflucht fast frei von Bienen.
Eine Faustregel besagt, wenn zwei Drittel der Wabe verdeckelt sind, ist der Honig reif. Diese Wabe ist bereits komplett verdeckelt und Dank der Bienenflucht fast frei von Bienen.
Mit dem Refraktometer lässt sich der Wassergehalt recht exakt bestimmen: 17,3 Prozent. Ideal wäre ein Wert unter 17 Prozent. Aber ich bin zufrieden.
Mit dem Refraktometer lässt sich der Wassergehalt recht exakt bestimmen: 17,3 Prozent. Ideal wäre ein Wert unter 17 Prozent. Aber ich bin zufrieden. Ab Werten über 18 Prozent besteht die Gefahr, dass er zu gären beginnt.
Zu spät ans Fotografieren gedacht. Auch auf der letzten Wabe sind bereits alle Wachsdeckel mit der Entdeckelungsgabel abgenommen worden.
Zu spät ans Fotografieren gedacht. Auch auf der letzten Wabe sind bereits alle Wachsdeckel mit der Entdeckelungsgabel abgenommen worden.
Goldgelb fließt der Honig aus der Schleuder durch das Sieb in den Eimer.
Goldgelb fließt der Honig aus der Schleuder durch das Sieb in den Eimer. Knapp 17 kg waren es insgesamt vom Volk Marlene und ich hoffe doch sehr, im Spätsommer eine zweite Honigernte zu haben. Die ausgeschleuderten Waben kommen zum Ausschlecken und Neubefüllen zurück in den Bienenstock.

Die Unterseite der Bienenflucht sieht schon recht spektakulär aus. Wie die Strahlen einer Sonne gehen die Laufgänge ab. Am Ende sind sie so eng, dass keine Biene zurückkrabbeln kann.
Die Unterseite der Bienenflucht sieht schon recht spektakulär aus. Wie die Strahlen einer Sonne gehen die Laufgänge ab. Am Ende sind sie so eng, dass keine Biene zurückkrabbeln kann.
Die Oberseite der Bienenflucht. Hier laufen die Bienen aus der oberen Zarge durch die Strahlengänge in die untere Zarge.
Die Oberseite der Bienenflucht. Hier laufen die Bienen aus der oberen Zarge durch die Strahlengänge in die untere Zarge - und können nicht zurück.

Wie praktisch doch so eine Bienenflucht ist! Sie funktioniert wie eine Art Trichter, eine Einbahnstraße für Bienen. Diesen Zwischenboden habe ich heute zwischen den unteren Honigraum und dem oberen gut gefüllten Honigraum gesetzt. Wenn ich morgen früh die Honigwaben zum Schleudern aus der Beute nehme, werden nur noch wenige Bienen daraufsitzen.

Idealer Erntezeitpunkt
Ideal ist es, den Honig nach einen kühlen oder regnerischen Tag zu ernten, damit kein frischer Nektar den Wassergehalt erhöht. Aber zum Glück haben wir gerade mal gutes Wetter. Da aber fast alle Honigwaben nahezu komplett verdeckelt sind, erübrigt sich das Schielen auf den idealen Erntezeitpunkt - es wird einfach höchste Zeit, bevor der Honig in der Wabe kristallisiert.
Zum Thema Honigreife habe ich im vergangenen Jahr schon geschrieben. Da spare ich mir jetzt die Erklärungen dazu - mich lockt die Sonne: "Wassergehalt: Ist der Honig reif für die Ernte".

Was macht die Imkerin während sie auf einen Schwarm wartet? Mit der neuen Kamera Bienen fotografieren. Diese fliegt eine Phazeliablüte an. Wer genau hinschaut entdeckt, an den lilafarbenen Pollenhöschen, dass sie schon mal da war....
Was macht die Imkerin während sie auf einen Schwarm wartet? Mit der neuen Kamera Bienen fotografieren. Diese fliegt eine Phazeliablüte an. Leider liegen ihre Pollenhöschen im Schatten, sie haben einen satten lila Farbton.

... und warte, auf einen Schwarm! In der vergangenen Woche gab es einzelne Tage, an denen ich dachte: Jetzt ist das Wetter ideal! Das Telefon immer in der Nähe, war ich bereit, doch: nix! Jedenfalls nicht für mich. Von einem erfolgreichen Fang hörte ich und eine Bekannte hat einen Schwarm im Wald verfolgt, aber aus den Augen verloren. Und jetzt regnet es erst mal wieder und die Temperaturen gehen in den Keller.

Einige Honigwaben waren bereits weiträumig verdeckelt. Beim nächsten Mal werde ich das Refraktometer einsetzen.
Einige Honigwaben waren bereits weiträumig verdeckelt. Beim nächsten Mal werde ich das Refraktometer einsetzen.

Honig ohne Ende
Immerhin habe ich gestern das verbleibende Volk durchgesehen und hatte größte Mühe, den Honigraum abzunehmen (die Beute steht einfach zu hoch). Drei volle Honigwaben hatte ich zuvor beiseite gestellt, damit ich die Zarge überhaupt anheben konnte. Auch im Brutraum findet sich viel Honig.
Zu heute Abend hat mir meine Imkerpatin Unterstützung angeboten, damit wir das hohe Gestell unter der Beute durch zwei niedrigere Paletten austauschen. Aber so, wie es jetzt regnet, wird das nichts.
Dabei würde ich gerne einen zweiten Honigraum aufsetzen. Wenn die Sonne scheint, müssen sich die Bienen wie im Schlaraffenland fühlen. Alles blüht - aber ich habe den Eindruck, viele Pflanzen, die normalerweise nacheinander blühen, stehen gleichzeit in voller Blüte. Danach wird es möglicherweise eine Durststrecke bis zur Lindenblüte geben.

Und ein Stich für die Imkerin
Nun habe ich zum dritten Mal die markierte Königin nicht gefunden. Ich vermute, das Volk hat umgeweiselt. Stifte und Brut in allen Stadien sind jedenfalls vorhanden.
Dann habe ich noch einen Stich kassiert, als ich später am Abend zu den Bienen ging. Ich war noch mindestens fünf Meter entfernt, als mich eine wütende Biene anflog, sich kurz in meinen Haaren verfing und mich dann in den Oberarm stach. Ist zum Glück nicht so schlimm geworden.
Das würde ich bestimmt ganz anders sehen, wenn ich keine Imkerin wäre. Die Frage: "Wie oft bist Du schon gestochen worden?", hörte ich am Pfingstwochenende häufiger, als ich während einer Familienfreizeit einen Bienenworkshop anbot. Als Imkerin weiß man einfach, dass es passieren kann.