2018 ist ein gutes Honigjahr

Das Volk um Queen Helene in dder Trogbeute sehr fleißig. Ich habe mehrere Ableger daraus gebildet und musste erstmals zwei Honigräume aufsetzen. Die Frühjahrstracht leuchtet golden, während die Sommertracht einen hohen Anteil an Honigtau enthält.

Ich geb´s ja zu, in den vergangenen Wochen habe ich schon etwas gestöhnt. Kaum war die Frühjahrstracht (32 kg) geschleudert und in Gläsern abgefüllt, stand schon die Ernte der Sommertracht (42 kg°) an. Also rund 75 kg von zwei Wirtschaftsvölkern (Helene in der Trogbeute und Marlene in Deutsch Normal Maß) und einem Ableger (Gertrud - keine Ahnung, wie meine Tochter auf diesen Namen kam). Ich bin sehr zufrieden. Aber wie gesagt, es macht auch viel Arbeit, die ohne die Kleberei viel schöner wäre....

Die Sommerhonigfarben sind vor allem nur eins: dunkel und unterscheiden sich kaum voneinander (v. l. Helene, Marlene, Gertrud).

Die Sommerhonigfarben
Beim Sommerfest unseres Imkervereins Mitte Juli hieß es schon, dass die Bienen zurzeit sehr viel Honigtau (nach Wickipedia "ein zuckerhaltiges Ausscheidungsprodukt verschiedener Schnabelkerfe, vor allem der Blattläuse, Schildläuse, Blattflöhe und Mottenschildläuse sowie verschiedener Zikaden"), eintragen. Ich habe noch nie erlebt, dass es unter Linden derart geklebt hat. Einmal blieben die ganzen Blüten an den Rädern meines Rades haften. So angenehm eine weitere Futterquelle ist, kann Honigtau in großen Mengen problematisch sein. Der Honig wird dann sehr trocken und zäh. Als Wintervorrat taugt er wenig, denn die Bienen müssen sehr viel Energie aufwenden, um ihn verzehren zu können.  Diese Problematik ist unter dem Namen Melezitose bekannt. Der von mir sehr geschätzte  Infobrief Bienen@Imkerei geht in seiner aktuellen Ausgabe darauf ein.

Wie schmeckt der Honig?
Also nichts, wie ran an den Honig. Tatsächlich war das Schleudern mühsam, weil der Honig mit einem Feuchtigkeitsgrad von 15 bis 16° Prozent nur zäh aus den Waben lief.
Geschmacklich mögen wir alle unsere Honige sehr gerne. Die Sommertracht schmeckt erwartungsgemäß sehr kräftig und hat auch schon Honigmuffel überzeugt. 😉

Was ist jetzt zu tun?
Mit der Honigernte ist das Bienenjahr noch längst nicht zuende. Nachdem die Bienen die ausgeschleuderten Waben noch einmal zum Ausschlecken bekommen haben, bekamen sie den ersten Futterstoß, etwa 5 bis 7 l pro Volk. Wenn es nicht mehr so heiß ist, kann die Ameisensäurebehandlung gegen die Varroa-Milbe mit dem Nassenheider Verdunster beginnen.

2 Gedanken zu “2018 ist ein gutes Honigjahr

    1. Gerburgis

      Hallo Fjonka,
      wegen der Melizitosegefahr riet unsere BSV zum Abschleudern, damit sich die Bienen im Winter nicht daran abarbeiten. Es war schon mühsam, den Honig zu schleudern.
      Bei uns hat es schon seit vielen Wochen nicht mehr "richtig" geregnet. Dafür regnete von den Linden der Honigtau. Ich freue mich auf die angekündigten Gewitter - hoffentlich fallen die nicht so heftig aus.
      Liebe Grüße Gerburgis

      Antwort

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