Schwarmbehandlung mit Milchsäure

Ganz genau hingeschaut, ist zu erkennen, dass die Bienen vom Sprühnebel der Milchsäure benetzt sind. Rähmchen für Rähmchen habe ich mit so behandelt.
Ganz genau hingeschaut, ist zu erkennen, dass die Bienen vom Sprühnebel der Milchsäure benetzt sind. Rähmchen für Rähmchen habe ich behandelt. Übrigens, das nenne ich echten Wildbau - die Bienen haben zwei Waben an eine Trägerleiste gesetzt. Wie das wohl weiter geht?
Milchsäure, Zerstäuberaufsatz und wichtig: Schutzhandschuhe und -brille.
Milchsäure, Zerstäuberaufsatz und wichtig: Schutzhandschuhe und -brille.

Reiche mal eben den Bericht über die Milchsäurebehandlung meines Schwarmes nach, die ich eine Woche nach dem Fang durchgeführt habe. Warum erst nach einer Woche? Weil ich die Milchsäure (15%ige ad. us. vet.) noch nicht besorgt hatte... Ansonsten wäre eine Behandlung auch direkt in der Schwarmfangkiste möglich gewesen.

Milchsäure tötet Varroamilben
Wichtig ist, die Behandlung durchzuführen, bevor die Arbeiterinnen die erste Brut verdeckeln, denn nur dann kann sie die Varroamilben erreichen und abtöten. Eine bis zwei Milchsäurebehandlungen im Abstand von zwei bis drei Tagen sind zur Behandlung eines Schwarms möglich. Ist die Milchsäurebehandlung erfolgreich, lässt sich damit eventuell eine Ameisensäurebehandlung nach der Honigernte einsparen. (Im vergangenen Jahr gestaltete sie sich schwierig, da es fast unmöglich war, eine beständig trockene und warme Wetterperiode zu erwischen.)
Etwa 80 bis 100 ml Milchsäure für einen 2 kg schweren Schwarm sind nötig, habe ich in der Literatur gefunden. Weitere Hinweise zur Schwarmbehandlung gibt das Merkblatt der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau.
Übrigens darf ich in diesem Sommer keinen Honig vom Schwarm zum Verzehr anbieten, aber das habe ich sowieso nicht vor.

Milchsäure igitt! Die Bienen flüchten in Scharen.
Milchsäure igitt! Die Bienen flüchten in Scharen. Ich glaube, sie wären auch bei schlechtem Flugwetter geflohen, oder?

Ein Gedanke zu “Schwarmbehandlung mit Milchsäure

  1. Unsere Bienen waren immer recht ruhig, weil (?) sie ja naß waren und deshalb garnicht wirklich auffliegen konnten (ich habe einen Sprüher benutzt, bei dem man erst mit pumpen Druck aufbaut und dann mit diesem aufgebauten Druck sehr fein und gleichmäßig besprühen kann, sie sind dann regelrecht ein wenig weiß - das ist mit einem Sprüher, bei dem bei jedem pumpen ein Stoß Milchsäure rauskommt, viel schwieriger) Außerdem haben wir meist abends behandelt, wenn Alle daheim waren - vielleicht lag's auch daran?

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