Propolis – Opfer eines Bankraubes?

Mit Propolis - Kittharz - dichten Bienen ihre Beute ab. Wenn sie so viel produzieren, wie das Volk von Queen Marlene, zweige ich etwas für mich ab.

Seit etwa 1,5 Jahren sammle ich Propolis mit Netzen, und wenn es sich anbietet kratze ich es mit dem Stockmeißel von den Rähmchen. Es wirkt antibiotisch, antiviral und antimykotisch und kann zu Salben und Tinkturen verarbeitet werden.
Schon längst wollte ich es in Alkohol auflösen, scheute aber die Arbeit - über Wochen täglich schütteln - das würde ich dauernd vergessen. Darum habe ich mich gefreut, als ich vom Deal meiner Imkerpatin mit einem Apotheker hörte: Sie bringt ihm das Propolis, er löst es auf und dann machen sie halbe-halbe.
Also habe ich meinen Propolis ebenfalls dort abgegeben. Doch kaum zwei Wochen später gab´s eine Hiobsbotschaft. Das Haus des Apothekers beherbergt auch eine kleine Bankfiliale, die jetzt überfallen wurde. Die Räuber haben Gas in den Vorraum eingeleitet und zur Explosion gebracht. Der dabei entstandene Brand wurde von der Feuerwehr gelöscht und dieses stinkende Löschwasser lief in Keller der Apotheke. In der Zeitung hieß es jetzt, der Apotheker müsse seine dort gelagerten Medikamentenvorräte entsorgen.
Stellt sich mir die Frage, wo er das Propolis lagert - im Keller oder oben in der Apotheke? Ich traue mich gar nicht zu fragen.

Das freut Apotheker und Imkerin: fast vollständig gefüllte Propolisnetz. Wenn man es in den tiefgefriert, kann man das Propolis vom Netz lösen und weiterverarbeiten.

3 Gedanken zu “Propolis – Opfer eines Bankraubes?

  1. Erklär doch mal wie das geht mit dem Netz. Denn das hab ich nach wie vor nirgends gelesen: wohin kommt das Netz, und warum spachteln die Bienen es zu?
    Toitoitoi für Dein mühsam gesammeltes Propolis!!!

    Antwort
    1. Gerburgis Sommer

      Beitragsautor

      Hallo Fjonka,
      das Netzt lege ich einfach (anstelle einer Folie oder eines Wachstuchs) auf die obere Zarge unter den Deckel. Die Löcher im Netz lassen die Bienen scheinbar glauben, ihre Behausung sei nicht dicht und sie kitten sie mit Propolis zu. Besonders eifrig sollen die Bienen dabei im Herbst sein - klar, der Winter kommt, da darf es nicht ziehen. Ich habe ein, zwei Völker, die von Frühjahr bis Sommer so viel Propolis produzieren und Rähmchen und Zargen damit verkleben, dass ich mal probehalber ein Propolisnetz aufgelegt habe eund erstaunt war, wie schnell es gefüllt war.
      Übrigens habe ich die Frau des Apothekers getroffen, die mir sagte, ihr Mann lagere das Propolis üblicherweise nicht im Keller und in einer Ecke der Apotheke würde es so herrlich nach Wachs und Bienen duften.... ;-).
      Liebe Grüße
      Gerburgis

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      1. Das ist ja einfach.... vielleicht sollte ich mich auch mal um so ein Netz kümmern und das mal testen!? Hmmmmm....
        Ich glaube übrigens, es gibt einfachere Arten, Propolis aufzulösen. Denn die Frau eines Bekannten (auch ein Imker) macht Salbe und Tinktur, und er hats mir anders geschildert. Aber leider erinnere ich mich nicht mehr genau. Ich glaube, bei ihm wars heißmachen statt schütteln, kann das sein? Ich werde nochmal nachfragen, wenn ich ihn mal wieder sehe (was dauern kann, es ist ein Bekannter eines Bekannten. Aber Du hast ja eh schon eine gute Lösung für Dich gefunden)
        Und - schön, daß Dein Propolis wohl doch nicht verloren ist 🙂

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