Biene beim Trinken erwischt

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Da Wasserholen gefährlich ist, übernehmen nur die erfahrendsten Sammelbienen diesen Job.

Heute hat es geklappt: Mir ist ein superscharfes Bild einer wassertrinkenden Biene gelungen. Sogar die Zunge ist zu erkennen, mit der sie an einem Wasserspritzer am Rand unseres Steintroges saugt. Das Wasserholen ist ein gefährlicher Job, denn ihre Überlebenschancen stehen schlecht, wenn sie dabei ins Wasser fällt. Deshalb übernehmen nur die ältesten und erfahrensten Bienen diese Aufgabe.

Übrigens kennen Bienen jederzeit den Wasserbedarf ihres Volkes und wissen, wieviel die Bienen im Stock benötigen. Diese Information erhalten sie durch den ständigen Futteraustausch innerhalb des Volkes. Auf diese Weise wird die Konzentration des Honigblaseninhalts bei allen Bienen aneinander angeglichen. Zwischen dieser Konzentration und der Wasseraufnahme besteht ein Zusammenhang. Faszinierend, oder?
Übrigens trinken Bienen das Wasser nicht nur, sie kühlen bei heißen Temperaturen damit ihren Stock,  indem Sammelbienen Wasser in der Beute verteilen.

Rätsel gelöst?

Weiselbecher aus Kunststoff

Das Rätsel um mein Fundstück aus der vergangenen Woche scheint gelöst. Wahrscheinlich handelt es sich um einen künstlichen Weiselbecher, den der Vorbesitzer eingesetzt hat. Bei der Durchsicht fand ich gestern noch eine selbstgebaute Weiselzelle, die ich entfernt habe. Schließlich soll das junge Volk nicht gleich schwärmen und sich verkleinern.

Ein Blick auf die Bienenvölker

Jetzt häufen sich die Bienen an der Beutenwand oberhalb der Flugöffnung. Auf den Pflanzen sind frische gelbe Kotflecken zu sehen.
Jetzt häufen sich die Bienen an der Beutenwand oberhalb der Flugöffnung. Auf den Pflanzen sind frische gelbe Kotflecken zu sehen.

Mein Bienenkistenvolk kränkelt immer noch. Sobald ich denke, sie haben die Maikrankheit überstanden, drängen sie sich wieder zu Haufen und setzen in Mengen hellgelben Kot ab. Gestern sammelten sie sich erstmals nicht auf der Betonplatte, sondern an der Wand über dem Flugloch, und einige verstopfen es. Immerhin nahmen sie gestern das Zuckerwasser an. Die Experten vom Institut für Bienenkunde in Münster sagen, dass man nicht mehr tun kann. Und erfahrene Imker vertrauen auf die Selbstheilungskräfte des Volkes. Mir fällt dieses Abwarten und Hoffen nicht leicht; es ist einfach deprimierend.

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