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Über Gerburgis Sommer

Ich schwärme für Bienen, liebe Honig und als Journalistin schreibe ich gerne darüber.

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Die Waben waren leer, keine Brut, kein Futter bis auf diese mit Pollen gefüllten Zellen.

Ein Anruf einer Nachbarin, die von ihrer Wohnung aus meine Bienen sehen kann, schreckte mich auf: "Kannst Du mal schauen? Bei einem Deiner Völker fliegt nur ab und zu mal eine Biene in die Kiste oder wieder raus, während bei den anderen beiden Hochbetrieb herrscht."
Anfangs war ich noch nicht sonderlich beunruhigt, ein paar Tage zuvor war bei bestem Flugwetter noch alles in Ordnung. Aber tatsächlich, kein Flugbetrieb. Ich hob die Beute an der einen Seite an, dann auf der anderen - sie war viel zu leicht.
Als ich den Deckel anhob, wimmelten keine Bienen unter dem Netz. Gähnende Leere, auch zwischen den Waben, in beiden Zargen kein Leben mehr, bis auf eine handvoll Bienen, die sich träge dahinschleppten.

Auf einer Wabe saßen diese beiden toten Bienen. An ihnen kleben Zuckerkristalle - nehme ich an.

Verhungert?
Ich machte mir die größten Vorwürfe. Augenscheinlich war das Volk verhungert. Hätte ich doch nur eine Woche zuvor den Futterbestand kontrolliert. Aber das hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm, hatte ich doch im Spätsommer reichlich eingefüttert. Gerade dieses Volk hatte das angebotene Futter gut angenommen.

Oder doch eine andere Ursache?
Doch bald wuchsen Zweifel. Wenn ein Volk verhungert, stecken typischerweise Bienen mit den Köpfen in den Zellen, um den letzten Tropfen Honig aufzunehmen. Geschwächt verenden sie dabei und bleiben stecken.
Außerdem hätte auch noch Brut da sein müssen. Aber die Waben waren leer, bis auf ein paar pollengefüllte Zellen. Ich verschloss die Beute mit dem Fluglochkeil, damit sich keine fremden Bienen hinein verfliegen.
Als ich den Futterbestand der beiden Nachbarvölker mit einer Waage kontrollierte, stellte ich fest, dass sie fast noch genauso schwer waren, wie nach der Einfütterung. Seltsam! Wo haben sie das Futter her? Aus der Natur noch nicht, dafür blüht zu wenig und zu selten herrscht Flugwetter.

Tote Bienen und zernagte Wachsdeckel von Brut- und Futterzellen liegen auf dem Gitterboden.

Geschwächt und ausgeräubert
Am nächsten Abend fand das monatliche Treffen unseres Imkervereins Marl-Sickingmühle statt und gemeinsam versuchten wir, die Ursache für den Volktod herauszufinden.
Vieles spricht dafür, dass das Volk geschwächt war und dann von seinen Nachbarn ausgeräubert wurde.
Über die Ursache für die Schwäche kann man nur rätseln. Möglicherweise
- ist die Königin gestorben (keine Brut, Volk entwickelt sich nicht)
- war das Volk durch die Varroamilben und begleitende Krankheiten so geschwächt, dass sie den Räubern nicht standhalten konnten.
- ist die fehlende Brut darauf zurückzuführen, dass die Königin den Zustand des Volkes erkannt - und auch wegen der extrem kalten Temperaturen nicht gestiftet hat.
- hat das Volk die Oxalsäurebehandlung nicht überstanden. (Hoffentlich habe ich nicht überdosiert.) Problematisch kann auch das kalte Wetter sein. Die Oxalsäure bleibt in der Kotblase, bis sie bei gutem Wetter entleert werden kann. Vielleicht war das zu spät?

Wo sind die Bienen hin?
Der Gitterboden war mit einer Schicht toter Bienen bedeckt, doch es waren nicht so viele wie ein ganzes Volk. Bienen sind sehr reinliche Tiere, wenn sie merken, dass sie sterben, verlassen sie den Stock, um ihn nicht zu verunreinigen.
Ob sich gesunde Tiere bei den Nachbarn eingebettelt haben? Keine Ahnung.
Der Tod des Volkes tut mir sehr leid. Ich weiß auch nicht, wie ich ihn hätte verhindern können. Ein winziger Trost: Es hat den Aalstrich-Schwarm erwischt. Dieses Volk entwickelte sich zu Stechern. Oder ging es ihnen im Herbst schon nicht gut, was sich in ihrer Aggressivität niederschlug?

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Ich freue mich! Flugbetrieb bei allen drei Völkern! Nur in der Mitte, beim eigentlich stärksten Volk von Queen Marlene, war wenig los. Hier bugsierten die Arbeiterinnen noch den Totenfall durch das Mäusgitter nach draußen. Der Menge des Verdeckelungswachses auf der Windel nach zu urteilen, ist hier schon viel Nachwuchs geschlüpft.
Der Temperaturwechsel war gewaltig. Noch am Samstag bibberten wir bei Minus-Temperaturen, am Sonntag genossen wir schon fast frühlingshafte 13,5 Grad.  Für die Bienen mag dieser Wetterumschwung auch überraschend gewesen sein, aber sie sind ja sehr anpassungsfähig und haben gleich die Gelegenheit zum Ausfliegen genutzt.

Reinigungsflug
Was sie dann getan haben, berichtete mir mein Mann heute früh: "Deine Bienen haben auf mein Auto gemacht!!!" Er hatte direkt an der Wiese, quasi 30 m von den Bienenstöcken in der Ausflugschneise geparkt. Es wird nicht das einzige Auto in der Nachbarschaft mit hartnäckigen curryfarbenen Klecksen sein.... Sorry!
Wer den ganzen Winter nicht raus kann, ist beim Reinigungsflug eben nicht wählerisch, was die Toilette angeht....

Aufgeblüht!
Nun noch einen Blick auf die Frühblüher in der Nachbarschaft. Im Uhrzeigersinn von oben links: Krokus mit Bienenbesuch, Purpur-Weide, Zaubernuss (mitte), Kornelkirsche und wieder Krokusse. Die Zaubernuss (Hamamelis) habe ich bereits Mitte Februar fotografiert. Laut Literatur soll die Zaubernuss für Bienen uninteressant sein - ein Beispiel dafür, dass nicht alles, was blüht, eine Bienenweide darstellt. Ich staune, dass die schon aufgeblühten Krokusse die frostige Woche so gut überstanden haben. Neu in der Nachbarschaft ist die Purpur-Weide - ein wichtiger Pollen- und Nektarspender für die Bienen.

Der Schnee auf dem Anflugbrett verdeckt das Flugloch bis zur Hälfte.

Heute Nacht hat es bei uns ein wenig geschneit - ca. 5 cm - und das ist ja schon was in Haltern am See! Aber das Wenige reichte, um die Fluglöcher teilweise zu verdecken. Bei den herrschenden Temperaturen unter 0 °C ist das kein Problem für die Bienen - raus wollen und können sie sowieso nicht. Denn ihre Flugmuskulatur ist erst ab ca. 12 °C so richtig beweglich, dass sie fliegen können.
Selbst wenn das Flugloch dicht wäre, würde ich mir noch keine Gedanken machen. Denn die Bienenbeute ist nicht komplett dicht. Der Boden besteht aus einem Gitter - genügend Luft kommt also rein. Da müssten wir schon einen halben Meter Schnee haben, bis bei uns gar nichts mehr ginge und die Belüftung nicht ausreichen würde.
Manche Bienen lassen sich auch bei Temperaturen unter 10 °C zum Ausflug verlocken, wenn die Wintersonne auf die Beute scheint und die Kotblase voll ist. Doch so ein Ausflug wird häufig mit dem Leben bezahlt, wenn unterwegs die Flugmuskulatur verklammt und die Bienen den Rückweg nicht mehr schaffen.
Auf meinem Spaziergang traf ich dann noch Nachbarn, die sich erkundigten, was die Bienen im Winter machen.  Dazu habe ich vor drei Jahren mal ein Interview mit einer Vereinskollegin verfasst: "Im Winter kuscheln die Bienen".

Umwelteinflüsse und Pestizideinsatz schädigen Insekten. Es muss dringend gegengesteuert werden.
Harald Klingenbiel (links) morderierte den Abend mit Dr. Martin Sorg.

Wer erinnert sich noch an die Zeit, als nach längeren Autofahrten im Sommer viele Insekten auf der Windschutzscheibe klebten? Heute ist das nicht mehr so. Aber wann hat es nachgelassen? Und was ist die Ursache für den merkbar geringeren Insektenbestand?
Antworten erhofften sich gestern rund 150 Naturfreunde und Imker, die ins Alte Rathaus unserer Stadt kamen, um den Ausführungen von Dr. Martin Sorg zu folgen. Der Biologe und Entomologe hielt auf Einladung von Bündnis 90/Die Grünen einen Vortrag mit dem sachlich-sperrigen Titel "Bestandsrückgänge von Fluginsekten in Offenlandbiotopen der Kulturlandschaft".
Bekannt wurde der Wissenschaftler im vergangenen Sommer, als er die Ergebnisse einer Langzeitstudie des Krefelder Entomologischen Vereins veröffentlichte: Standorte im Offenland im Orbroicher Bruch bei Krefeld wiesen Verlustquoten von 75 % besonders in den Monaten Juli und August auf. Martin Sorg betonte, diese Zahlen seien nicht auf Gesamtdeutschland zu übertragen. Was betroffen macht: Wie es anderswo aussieht, weiß man nicht - denn es gibt keine vergleichbaren offziellen Studien. Der Verein untersuchte die Insektenbestände in Schutzgebieten in NRW, Rheinland-Pfalz und Brandenburg und an diesen Standorten seien Insektenverluste von 20 bis 75 Prozent verzeichnet worden, so Sorg.

Wissenschaftliche Studien fehlen

Einige Thesen zur Ursache des  Insektenschwundes. Sorry für die Qualität der Bilder, aber der Saal war brechend voll - und von hinten gab es kein Durchkommen.... (Foto anklicken - dann wird's größer.)

Ausführlich erklärte der Biologe, wie die Vereinsmitglieder Insekten fangen und ihre Beute auswerten. Er unterstrich dabei seinen wissenschaftlichen Ansatz, denn der Verein wurde häufig in die Ecke der Hobbyforschung und Liebhaberei gerückt.
Die Ursachenforschung für die dramatische Entwicklung wird erschwert, weil Basisdaten an Fallenstandorten nicht erfasst, bzw. zur Verfügung gestellt werden - beispielsweise, welche Pflanzenschutzmittel und Pestizide auf den Äckern rundherum ausgebracht werden.

Als problematisch für den Insektenbestand an den Forschungsstandorten sah er folgende Punkte:
- Pestizide werden auch innerhalb der Schutzgebiete ausgebracht.
- Die Mittel haben heute eine Breitbandwirkung.
- Die Wirkung der Mittel ist um ein Vielfaches höher als früher. Auf einzelne Insektenarten wirkten sie 1000 bis 10000 mal toxischer als DDT.
- Die Substanzen haben zum Teil lange Halbwertszeiten und sie reichern sich in Sedimenten an.
- Viele Mittel sind wasserlöslich.
- Die Schutzgebiete haben von ihrer Form her oft lange Außenlinien mit Kontakt zu Ackerflächen (längliche Form).
- Es kommt zu Kaskadeneffekten: Ausfällen im Artenspektrum, weil einzelne Arten aussterben und als Nahrung nicht mehr zur Verfügung stehen.

Blühstreifen als Insektenfalle
Das war alles schon sehr bedrückend. Martin Sorg bezeichnete die Art, wie mit der Natur umgegangen wird, als "einen großen Freilandversuch" mit vielen Mitteln, deren Wirkung auf Lebensgemeinschaft getestet werde.
Ja, und dann freut man sich  - so als Insektenfreund - dass Landwirte verstärkt Blühstreifen an den Feldern anlegen und muss dann hören, es sei an bestimmten Standorten kontraproduktiv. Ein Blühstreifen direkt an einem konventionell bearbeiteten Acker lockt mit seinen bunten Farben Insekten in einen Lebensraum der für sie nicht geeginet ist. Denn er bietet keine Brut- und Überwinterungsorte. Dabei sind die Blumen unter Umständen mit Pestiziden kontaminiert.

Nun habe ich schon viel ausführlicher berichtet, als ich wollte. Ihr habt sicher bemerkt, dass mir seit einiger Zeit die Gelegenheit zum Bloggen fehlt. Wer noch weiter lesen möchte, schaue hier: Entomologischer Verein Krefeld,
Pestizide und das Ende unserer Insekten, GEO
Insektensterben: Ein ökologische Armageddon, Zeit

Regen, Sturm, Kälte - manchmal denke ich an unseren Kreta-Urlaub vor eineinhalb Jahren zurück. Die Wärme, die Sonne und die Begegnungen mit zwei Imkern waren einfach schön. Mit einem leckeren Dessert hole ich mir ein wenig Urlaubsfeeling zurück. Die Gläser mit dem Thymianhonig aus Griechenland sind zwar längst leer, aber mit dem eigenen Honig schmeckt es auch sehr lecker:

Nur wenige Zutaten braucht man für ein super leckeres Dessert: Griechischer Joghurt, Honig und Mandeln.Den Joghurt ins Gläschen zu füllen, ist kein Problem. Schwierig wird es mit dem Honig. Eine Spritze mit großer Tülle ist sehr hilfreich. Für den knackigen Biss einige Mandeln hacken, in einem Topf rösten und über den Honig geben: Καλή όρεξη!

Oh je! Nach dreieinhalb Tagen ist auf der Windel im Aalstrichschwarm nicht mehr zu sehen, als ein wenig Gemüll. Was ist mit dem Volk los? Ist es noch da?
Glück gehabt - die Bienen ds Aalstrichschwarms sitzen immerhin auf vier Wabengassen und sind sehr agil.

Zur Überprüfung des Milbenfalls, hatte ich vor einigen Tagen die Windeln unter die Völker geschoben.
Bei der Überprüfung dann der Schreck: Was ist mit dem Aalstrichschwarm los? Im Gemüll (im wesentlichen Wachskrümel) ist kein "ordentlicher" Sitz des Volkes zu erkennen. Schade, ich habe verpasst, die anderen Windeln zu fotografieren. Dort ist anhand der Krümel genau zu erkennen, wie viele Wabengassen das Volk besetzt. Daraus lässt sich dann auch  ein Eindruck von der Volksstärke ableiten.

Natürlicher Milbenfall zu hoch

In der Trogbeute sitzen die Bienen einzargig und deshalb verteilt auf großzügigen neun Wabengassen.

Dass ich alle Völker behandeln musste, war nach dem Auszählen der Milben klar. Zwischen sechs und acht Varroamilben fielen jeweils in meinen drei Völkern innerhalb von dreieinhalb Tagen. Das liegt oberhalb der Schwelle von einer Milbe pro Tag.
Da die ersten frostigen Tage dieses Winters schon vier Wochen zurückliegen, konnte ich davon ausgehen, dass die Königinnen nicht mehr stiften und keine verdeckelte Brut in den Völkern steckt. Dies ist wichtig, denn die Oxalsäure durchdringt die Wachsdeckel nicht und kann somit nicht in den Brutzellen der Bienen wirken, die zugleich auch die Brutzellen der Milben sind.
Wie die Oxalsäure angewendet wird und welche persönlichen Schutzmaßnahmen dafür notwendig sind, habe ich schon häufig erklärt, z.B. bei "Mit Oxalsäure gegen Varroamilben".

Frohe Weihnachten allen die hier fleißig mitlesen!
Ich wünsche Euch ruhige Tage und einen guten Start in ein gutes Jahr für Bienen und ImkerInnen!
Das Bild hat mir ein Imker und sein Bruder geschenkt. Sie haben Beziehungen nach Indien, wo die Heilige Familie hauchzart auf ein Blattgerippe gemalt wurde.
Gerburgis

Vielen Dank an MelinaGrano & MariPosa OnTour - volle Fahrt voraus - sie hat recherchiert: Peepal leaf painting - Malerei auf Peepal-Blatt (Traditionelle indische Kunstform)

Die Pappelfeige (Ficus religiosa), auch Buddhabaum, Bodhibaum, Bobaum oder Pepul-, Pepal-, Pipul- oder Peepalbaum, in Indien auch Aswattha- oder Pippala-Baum genannt, gehört zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Die Heimat der Pappelfeige ist Indien und Sri Lanka. (Wikipedia)

http://www.ak-suedindien.de/smhds/blattmalerei
http://www.omanobserver.om/intricacies-painting-peepal-lea…/

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Herrlich, dieser Schnee, der alles mit einer feinen Schicht bestäubt.
Der Honig von "Helene" ist schon gut durchkristallisiert. Ich werde ihn bei 40 °C im Eimer im Wasserbad des Einkochtopfs verflüssigen, bevor ich ihn abfülle.

Kennt die Imkerin Langeweile im Winter? Nein! Es gibt ja auch noch ein Leben neben den Bienen. Aber ab und zu ist eben doch auch im Winter etwas zu tun - wenn der Gläschenvorrat zur Neige geht und die Kunden nach Honig fragen.
So habe ich kürzlich den Honig von Volk "Marlene" in Gläser abgefüllt. Gerne hätte ich gleich auch noch die 20 kg von "Helene" verkaufs- bzw. verschenkfertig gemacht, doch mir fehlten Gläser und der für den Tag geplante Einkauf, hat sich spontan zerschlagen. Das ist insofern ärgerlich, als dass die Vorbereitung für das Abfüllen nicht ohne Aufwand sind. Das habe ich bei Der Honig kristallisiert - ab ins Glas ausführlich beschrieben.

Bitte bringt die Gläser zurück
Es ist sehr schade, dass so wenige Kunden die leeren Gläser zurückbringen. Vielleicht denken sie gar nicht daran, dass es Mehrweggläser sind? Nur selten findet ein Glas den Weg zurück zu mir - und dann sind es häufig auch "fremde" Gläser vom DIB, in die ich ja nicht abfülle.
Aber ich weiß auch, dass viele Kunden meinen Honig gerne als Mitbringsel verschenken. Sobald der persönliche Bezug nicht da oder die Entfernung zu groß ist, wird es mit der Rückgabe schwierig.

Ist der honigklebrige Teil der Arbeit beendet, geht es ans Etikettenkleben. Ich bin froh, dass ich mich für die wasserlösliche Variante entschieden habe: Etikett wie eine Briefmarke anfeuchten und aufkleben. Im Wasserbad lässt es sich ganz einfach wieder ablösen.

Na, auch noch auf der Suche nach  Weihnachtsgeschenken? Hier habe ich eine Geschenkidee für Honigfreunde und Imker: "Honig - das Kochbuch". Der Titel führt ein wenig in die Irre. Das Buch ist viel mehr als ein Kochbuch.
Das Inhaltsverzeichnis verspricht 85 Rezepte, aber auch 9 x Wissenswertes über Honig und 8 Reportagen. Letztere nehmen einen großen Raum in dem 224-seitigen Buch ein. Die Reportagen stellen Imker vor allem aus Nord- und Süddeutschland sowie aus Österreich, ihre Ansichten und Betriebsweisen vor.
Sehr interessant sind die mit "Wissenswertes" überschriebenen Kapitel: Honig & Gesundheit, Honigsensorik, Wer is(s)t was im Bienenstock, Bienen lieben Küchenkräuter usw.
In den Rezepten zeigt sich, wie vielseitig Honig in der Küche seinen Beitrag zum guten Geschmack liefert, ob in Salaten, Suppen oder Gemüse, in Backwaren oder in Kombination mit Käse, Fisch und Fleisch.
Besonders spannend fand ich die Rezepte aus Antike und Mittelalter: "Lauch in Mandelsauce" oder "Kohlsalat mit Koriander, Rucola und Honigdressing".
Hervorzuheben sind noch die tollen Fotos, die Gerichte und Imker stimmungsvoll in Szene setzen.
Wer das Buch nicht erst zu Weihnachten verschenkt, sondern sich schon vorher besorgt, findet garantiert leckere Rezepte fürs Weihnachtsmenü. Und jetzt hätte ich gerne eine "Heiße Honiglimonade mit gegrillten Zitrusfrüchten". Klingt lecker, oder?
Allen einen schönen Nikolaustag!

Honig

Das Kochbuch
Das Kochbuch zum Trendthema Honig - Gesunde Rezepte: Lieber Honig als Zucker!
ISBN978-3-7106-0150-7
Format20 x 27 cm Seiten240 Abbildungenca. 150 EinbandHardcover mit Schutzumschlag

Inhalt, Umfang und Aufmachung rechtfertigen den Preis von 34,90 €.

Kann mir mal jemand verraten, warum die Bienen die Honigwaben so unterschiedlich verdeckeln? Bem Schleudern fiel es mir auf. Hier sieht ja alles ganz "ordentlich" aus, die Wabenstruktur ist noch zu erkennen.Aber hier oben auf der gleichen Wabe gab´s dann wohl Bauschwierigkeiten. Die Waben wirken gestaucht - Freestile. Hat jemand eine Idee?

Ein Blick auf die Völker

So nicht: Das Dach darf nicht klappern.

Heute mal eben bei den Bienen vorbei geschaut und gesehen, dass der Wind in der vergangenen Nacht das Dach der Trogbeute verschoben hat. Zur Sicherung habe ich die beiden Spanngurte noch einmal anders geführt und fest gezurrt. Jetzt wackelt und klappert nichts mehr. Denn Geräusche und Erschütterungen stören die Bienen in ihrer Winterruhe - genauso wie warmes Wetter. !3 °C und Sonnenschein verlocken zum Fliegen. Ist bestimmt schön, wenn die Bienen ihre Kotblase erleichtern können, aber wenn sie zu lange unterwegs sind und die Temperatur nur wenige Grad sinkt, verklammt die Flugmuskulatur und die Bienen schaffen es nicht mehr zurück in den Stock.

Warme Temperaturen locken die Bienen aus der Trogbeute nach draußen.

Jeder, der einen Balkon oder Garten besitzt, kann etwas für Bienen, Hummeln & Co tun - insektenfreundliche Blumen und Gehölze pflanzen.

Eigentlich sollte das Thema Vorgartengestaltung "Winterfutter" für den Blog sein, aber jetzt hat die Halterner Zeitung  zu diesem Aspekt den Beitrag "Steingärten tun nichts für die Umwelt" veröffentlicht und netterweise auf meinen Blog verwiesen.

Tipps für blühende Vorgärten
Auf die Schnelle stelle ich ein paar Artikel zusammen, die ich verlinkt oder verfasst habe:
Kies, Schotter, Splitt - weg damit!
App: Bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten
Die Beetschwestern: Ohne Wechsel der Jahreszeiten
Für  Bienen zählt jede Blüte
Blütenfülle auf der Blumenwiese An der Kahrstege
Bauerngarten - ein Traum für Bienen
Jetzt blühen meine Blumen für Bienen
Vor wenigen Wochen hat das Landwirtschaftliche Wochenblatt einige Vorschläge für die Gestaltung von Vorgärten veröffentlicht:

adfgadf
Apfelcrumble mit Honig und Vanillesoße. Schmeckt besser, als es aussieht. Verzeiht, Food-Fotografie ist nicht mein Ding....

Schon im vergangenen Jahr habe ich diesen Post verfasst und dann wegen immer neuer aktuellerer Themen nicht gepostet: Noch immer zehren wir von den Äpfeln, die wir im Herbst bei meinen Eltern gepflückt und die uns Nachbarn geschenkt haben - die eigenen sind längst verputzt. Allerdings sieht man ihnen die Lagerung schon an. Damit der Vorrat schneller schrumpft, gibt`s jetzt einmal in der Woche Apfelcrumble mit Honig, sehr gerne auch mal als süßes Abendessen.
Tja, das sieht 2017 nach einer sehr mauen Apfelernte anders aus: Keine zehn Stück konnten wir von 11 Bäumen ernten. In der nächsten Woche könnte ich mal wieder ein Apfelcrumble auftischen - von gekauften Äpfeln....

Die in Spalten geschnittenen Äpfel werden mit Honig beträufelt.
Die in Spalten geschnittenen Äpfel werden mit Honig beträufelt.

Die Zutaten:
4 Äpfel
4 TL Zitronenschaft
1 TL Zimt
Honig nach Geschmack
100 g Butter
6 EL Mehl
4 EL Haferflocken
4 EL Zucker

Für die Soße:
600 ml Milch
1 P Vanillepuddingpulver
1 EL Zucker

Die Äpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden, mit Zitronensaft, Zimt und Honig vermischen und in eine Auflaufform geben.
Die Zutaten für die Krümel vermengen und darüber geben bei 190 °C etwa 30 Minuten backen.
Wer mag kann auch Rosinen dazugeben - bitte vorher mit kochendem Wasser übergießen - oder die Haferflocken durch gemahlene Haselnüsse ersetzen.
In der Zwischenzeit die Vanillesoße nach Packungsaufschrift zubereiten. Noch warm schmeckt sie richtig gut dazu, finde ich.

Die letzten Blüten der Herbstastern werden bei Sonnenschein fleißig besucht.

Diese "Mal eben"-Aktionen sollte ich mir wirklich verkneifen. Letzte Woche ging es darum, "mal eben" wegen des Temperaturumschwungs nach dem Ameisensäure-Verdunster zu sehen. Also nur schnell den Deckel der Beute lüpfen, die Flasche anheben  (mit Handschuhen und Schutzbrille) und schauen, wie viel Säure verdunstet ist. Aus Bequemlichkeit hatte ich auf meine Imkerjacke samt Schleier verzichtet. Da die Bienen vom Verdunster mit einem Netz getrennt sind, war ja auch nicht mit besonderem Bienenflug zu rechnen. Doch ausnahmsweise hatte ich meine einzige Bluse an, die glockig fällt und plötzlich war Leben drunter!!!
Hui, wurde ich flott: Im Lauf über die Wiese die Bluse über den Kopf gezogen, über den Zaun und ab in den Hauseingang der Nachbarn, der durch eine Hecke geschützt ist. Die Biene war frei, aber gestochen hat sie mich trotzdem - in den Oberarm! Keine Ahnung, wer von den Nachbarn das Schauspiel gesehen und seine Freude daran hatte...

Kühlere Temperatur - größerer Docht
Ich habe mir dann erst mal die Bluse in die Bux gesteckt und bin wieder ran an die Beute. In allen Verdunstern hatte ich den kleinen Docht (Temperaturen um 20 °C und höher), jetzt sind es nur noch um die 16 °C, daher habe ich die mittlere Dochtgröße eingesetzt.  Wie gesagt, das ist jetzt schon eine Woche her. Die Säure müsste verdunstet sein und wenn es morgen trocken ist, nehme ich die Verdunster wieder raus - mit Imkerjacke! Garantiert!