Insekten auf der Windschutzscheibe

Hunderte tote Insekten kleben nach 600 km an der Front unseres Autos.

Das hatten wir schon lange nicht mehr: tote Insekten auf der Windschutzscheibe. An einem der vergangenen langen Wochenenden sind wir nach Rheinfelden gefahren. Das liegt ziemlich genau 600 km südlich direkt an der Grenze zur Schweiz. Und als wir dort gegen 23 Uhr ausstiegen, staunte ich nicht schlecht: Windschutzscheibe und die Front über der Stoßstange waren übersät mit toten Insekten. Dieses Bild erinnerte mich ans Ende der 1980er Jahre, als ich meinen Führerschein machte. Damals war sah das Auto nach fast jeder kurzen Strecke so aus.

Tote Insekten kein gutes Zeichen
Im ersten Moment habe ich mich gefreut. Sollte sich die Insektenpopulation durch die vielfältigen Veränderungen in der Umwelt, ausgelöst durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, erholt haben? Die Freude währte nur kurz. Wenn schon an unserem Auto so viele Insekten verendet sind, dann haben auch die vielen tausend Fahrzeuge, die mit uns unterwegs waren Millionen Insekten getötet - an einem Tag! Das ist sehr bitter. Das Ergebnis vor Augen, lassen sich nicht die üblichen Verdächtigen, Industrie und Landwirtschaft, einspannen. Jeder, der ein Auto bewegt, trägt zum Insektensterben bei. Eben habe ich zum Thema eine interessante Berechnung im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt entdeckt: Insektensterben, die Autofahrer sind schuld.

Im Nachhinein glaube ich, wir sind lediglich durch einen großen Insektenschwarm geflogen, denn in den Wochen danach sah das Auto sauber aus, wie immer.

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