Brut und Bienen für Flugling

Die Einraumbeute beherbergt den Flugling, den wir aus den beiden Völkern in den DN-Beuten gebildet haben.

Jetzt musste ich beim Schreiben der Überschrift doch grinsen "Brut und Bienen für Flüchtling", so lief es mir in die Tastatur. Stimmt, mit Flüchtlingen habe ich mehr zu tun, als mit Fluglingen.

Meine Völker Marlene und Getrud quellen fast über und sind in Schwarmstimmung. Erste Weiselzellen habe ich bereits am 20. April gebrochen. Es wird höchste Zeit, die Völker zu schröpfen, wenn ich vermeiden möchte, dass sie schwärmen.

Flugling bringt Entlastung
Deshalb habe ich mit einer Freundin am 28. April einen Flugling gebildet. Sie möchte seit einem Jahr mit dem Imkern beginnen, und besucht gerade einen Imkerkurs. Einen Schwarn konnte sie in 2018 nicht ergattern. Nun hatte sie die Einraumbeute so präpariert, dass man DN-Rähmchen einhängen kann. Sobald es möglich ist, wird sie diese Rähmchen wieder entfernen, denn die Beute ist mit hochformatigen Rähmchenmaßen bestückt.

Wie haben wir den Flugling gebildet? Nach einer flotten Durchsicht der beiden Völker in den DN-Beuten haben wir festgestellt, dass das Jetzt in der Mitte stehende Volk (Gertrud) mehr Weiselzellen hatte als das Volk Marlene (jetzt links). Deshalb habe ich hier drei Bruträhmchen entnommen und eine bestiftete Weiselzelle stehen lassen. Hier wird die Königin für das neue Volk heranwachsen.  Nun haben wir die Einraumbeute auf den Platz von Volk Marlene gesetzt und Marlene nach links an den Rand platziert und das Flugloch um 90 ° gedreht. Nun werden die Flugbienen von Marlene an den alten Standort zurückkehren und in die Einraumbeute einziehen. Gertruds Brut und Marlenes Flugbienen werden also das neue Volk bilden.

Bei gutem Flugwetter konnten wir beobachten, dass es geklappt hat. Es herrschte reger Andrang an der Einraumbeute.

Ableger oder Flugling?
Manche werden sich fragen, warum ich nicht einfach einen Ableger gebildet habe. Da ich noch auf das Ergebnis der Futterkranzprobe warte und kein aktuelles Gesundheitszeugnis besitze, fiel diese Möglichkeit aus. Denn ein Ableger muss mindestens drei Kilometer entfernt aufgestellt werden, damit die Bienen nicht wieder zum alten Stand zurückfliegen.
So habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Zwei Völker geschröpft und eine Freundin glücklich gemacht, die das Volk abholen wird, sobald das Zeugnis da ist. Die Bildung weiterer Ableger ist allerdings nicht ausgeschlossen...

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