Buchtipp: Die Geschichte der Bienen

Hier ist er, mein Buchtipp für das kommende lange Wochenende: "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde. Zunächst haben mich der Titel (dachte es geht um Evolution) und das Cover mit der verendeten Biene abgeschreckt. Es gibt so viele Hiobsbotschaften (gerechtfertigte und ungerechtfertigte) rund um die Biene, dass ich keine Lust hatte, auch noch in einem Roman davon zu lesen.

Drei Lebensgeschichten
Zugegriffen habe ich dann doch, und es hat mir sehr gut gefallen. Drei Geschichten in unterschiedlichen Zeiten werden miteinander verwoben. Da ist zunächst ein Forscher und Samenhändler der 1852 in England mit einer brillianten Idee, dann ein Imker, der 2007 in Ohio davon träumt, seine Imkerei zu vergrößern und schließlich eine Arbeiterin in China, die 2098 die Blüten per Hand bestäubt, weil es keine Bienen mehr gibt.

Viele Infos
Wie diese drei Geschichten zusammenhängen, Verzweiflung, unausgesprochene Wünsche auf Familienmitglieder projiziert werden und Sprachlosigkeit das Leben erschwert, ist lebendig geschrieben und spannend zu lesen. Häufiger war ich versucht, zum nächsten Kapitel einer Person vorzublättern.... Dazu lässt Maja Lunde viele Details aus der Bienenkunde einfließen, die für Laien sehr aufschlussreich sein düften und einiges an Bienenwissen vermitteln.

Gut geschrieben
Erschreckend ist, dass das Zukunftsszenario, dass sich die Autorin für 2098 in China erdacht hat, genauso Wirklichkeit werden könnte. Ein Aufruf, die Natur und die Bienen zu schützen, verpackt in einem Roman - ein geschickter Schachzug!

Maja Lunde
Die Geschichte der Bienen
btb, 512 Seiten, 20 €
ISBN-13: 978-3442756841

Bin etwas genervt, weil schon vier Tage ohne Internet. Habe Asyl bei Freunden gefunden und poste jetzt verspätet meinen Buchtipp. Wollte eigentlich noch von der letzten Völkerdurchsicht schreiben, aber das spare ich mir jetzt... Allen ein schönes Wochenende!

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