Wollschweber schießen Eier ab

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Wer hält sich da mit langen Beinen am Vergissmeinnicht fest? Darf ich vorstellen? Der Wollschweber, ein interessanter Geselle.

Das ist doch keine Honigbiene, die am Vergissmeinnicht nascht? Eine Hummel? Auch nicht. Zuhause habe ich erst einmal recherchiert. Bei diesem haarigen Insekt handelt es sich um einen Wollschweber, vermutlich den Großen Wollschweber. Ein bezeichnender Name, oder? Im Standflug schwebte er über den Vergissmeinnicht, stüzte sich nur mit den Vorderbeinen ab und versenkte seinen langen Rüssel in den Blütenkelch.

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Erwachsene Wollschweber ernähren sich von Nektar und Blütenpollen.

Treffsicherer Parasit
Ach, wieder eine Wildbiene, dachte ich. Doch, weit gefehlt. Der Wollschweber ist ein Wildbienen-Parasit!
Der Große Wollschweber nutzt zum Beispiel Grabwespen, Solitärbienen und bestimmte Schmetterlingsarten als Wirte.
Wollschweber legen ihre Eier direkt in die Gelege dieser Insekten.
Manche haben aber auch eine spezielle Technik entwickelt und schießen ihre Eier aus dem Flug gezielt in oder nah an die Nesteingänge ihrer Wirte.
Die Wollschweblarve verändert während ihrer Entwicklung mehrmals ihr Aussehen. Im ersten Stadium ist sie sehr beweglich und sucht sich ihren Wirt. Sind das solitäre Bienen oder Wespen, fressen die Larven zunächst das Futter der Wirtslarven und am Schluss verspeisen sie auch diese.
Überwintert wird meist noch im Larvenstadium in den Bodennestern der Wirte. Erst im Frühjahr arbeitet sich die Puppe, vorn ausgestattet mit Dornen, hinten mit Borsten durch das Erdreich an die Luft, wo dann die letzte Häutung stattfindet.
So ein raffiniertes Früchtchen!

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