Archive für den Monat: Mai 2016

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"Oh, ein Schwärmchen mit Aalstrich", dachte ich zunächst. Doch es war doch ein größerer Schwarm, der nur eng gedrängt saß.

Aus Fehlern lernt man! Da bin ich sehr gespannt, ob das auch für Imker gilt und ob sich meine Handlungen von gestern heute als Fehler erweisen werden:
Der gestrige Tag begann in Haltern am See mit einem kräftigen Gewitter und starkem Regen. Da möchte man wirklich nicht draußen sein. Wie ergeht es dann einem Bienenschwarm, der schon seit drei Tagen am Holzzaun hängt und sich nicht fangen lässt? Mehrmals war am Vortag versucht worden, ihn in die Schwarmkiste zu bugsieren. Doch die Königin saß vermutlich zwischen den Hölzern und das Volk flog ihr immer wieder zu.

Schwarm mit Aalstrich*
Gestern Morgen versuchte ich mein Glück. Nass und klamm hingen die Bienen gedrängt am Holz, nur in der Mitte ein heller "Aalstrich", von getrockneten Bienen. Wie beim letzten Schwarmfang nahm ich die Bienen händeweise ab und gab sie in die Fangbeute. Deren Deckel hatte sich durch die Feuchtigkeit verzogen und schloss nicht mehr. Also drehte ich die Kiste um. Später ließ sie sich in einem Gartenmüllbehälter gut transportieren. Wegen des nächsten herannahenden Schauers deckten wir die Beute mit einer Folie ab. Schon bald zeigte sich: Wir haben die Königin erwischt!
Da es immer wieder zu regnen begann, und weil ich Abends keine Zeit hatte, ließ ich das Volk bereits nachmittags um 15.30 Uhr in eine Beute mit Futter einlaufen.

Anfangs sah es ja ganz gut aus - die Rampe voller Bienen, die sich Richtung Beute bewegen.
Anfangs sah es ja ganz gut aus - die Rampe voller Bienen, die sich Richtung Beute bewegen.

Fehler oder nicht?
Ich weiß, die Chancen für einen gelingenden Schwarmeinlauf steigen, wenn man einige Regeln beachtet:
- Schwärme schlägt man abends ein, damit sie keine Gelegenheit zum Ausfliegen haben (aber das gewittrige Wetter lud sowieso nicht dazu ein).
- Eine Nacht Kellerhaft fördert die Sozialisation des neuen Volkes, das ja nur aus einem Teil des Altvolkes besteht (hängt ein Schwarm allerdings schon längere Zeit als Traube, können sie sich natürlich auch dort sozialisieren - früher gab es ja auch keine Keller).
- Schwärme füttert man frühestens ein oder zwei Tage nach dem Einschlagen. Dann ist die Gefahr, dass sich die Bienen nur den Bauch vollschlagen und wieder abziehen, nicht so groß. (DAS habe ich allerdings erst abends von meiner Imkerpatin erfahren...).

Gestern hat es etwa 40 ml/m² geregnet. Deshalb spendierte ich dem einlaufenden Schwarm ein Dach.
Dem einlaufenden Schwarm spendierte ich ein Dach, denn gestern regnete es in Haltern am See etwa 40 ml/m².

Einschlag direkt in die Beute
Letzteres schien sich rund zwei Stunden nach dem Schwarmeinlauf zu bewahrheiten: Die Mannschaft hatte sich unter dem Dach versammelt, das ich wegen des Regens über die Rampe gelegt hatte. In der Beute hielten sich nur wenige Bienen am Futter auf und versorgten die Draußengebliebenen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt!
Also entnahm ich einige Rähmchen und schlug den Schwarm direkt in die Beute, setzte die Rähmchen wieder ein und hoffte, dass sich die Bienen über Nacht einrichten.
Ich glaube, es ist alles gut gegangen, denn jetzt, rund 24 Stunden später sind sie noch da. Doch keinen Fehler gemacht! Oder war das Volk nach der nassen Hängepartie der vergangenen Tage einfach nur froh, ein Dach über dem Kopf zu haben?

* Kennt vielleicht nicht jeder: "Als Aalstrich, Aalstreif oder Rückgratstrich wird der von der übrigen Färbung abweichende, dunkle, schmale Streifen entlang des Rückgrats der Wirbeltiere bezeichnet", erklärt Wikipedia.

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asdf
Wie fängt man einen Schwarm, wenn er wie ein Eis am Stiel hängt - in diesem Fall am Pfosten eines Zaunes?

"Ich habe Bereitschaft!", verkündete ich gestern Morgen zur Belustigung der Geburtstagsgäste von Nichte und Neffe und hielt mein Handy immer in Reichweite: "Schwarmbereitschaft!!!"
Im Laufe des Tages überschritten die Temperaturen endlich die 20-°C-Marke und die Sonne ließ sich blicken. Nach kalten und regnerischen Tagen das ideale Wetter zum Schwärmen. Aber nichts. Erst spätnachmittags, als ich mich zuhause in den Liegestuhl legen wollte, kam die ersehnte Nachricht, dass ich einen Schwarm fangen und behalten darf.

Keine Schwarmtraube
Der Schwarm war leider langgestreckt in einem Zaun hängengeblieben, sa ein wenig aus, wie "Bienen am Stiel". Hätten sie sich das dahinterliegende Gestrüpp ausgesucht, wäre es einfacher gewesen, sie als Schwarmtraube zu bergen. Auf etwa einem Meter länge hatten sich die Biene um den Pfahl "gewickelt". Da war es nichts mit Abschlagen.
Wir haben die Bienen mit einem Wassersprüher angefeuchtet, um ihnen das Auffliegen zu erschweren. Ganz vorsichtig habe ich sie mit meinen behandschuhten Händen von unten her abgenommen und händeweise in die Schwarmkiste gegeben. Erst als die Masse der Bienen abgetragen war, fiel uns auf, dass die zwei Elemente des Pfahls einen Holzraum bildeten - gefüllt mit Bienen. Oh je!

Ungeniert auf den Po geschaut: Bienen, die ihren Hinterleib anheben und heftig mit den Flügeln schlagen, verbreiten Pheromone, mit der Nachricht: Die Königin ist hier - kommt alle her!
Ungeniert auf den Po geschaut: Bienen, die ihren Hinterleib anheben und heftig mit den Flügeln schlagen, verbreiten Pheromone, mit der Nachricht: Die Königin ist hier - kommt alle her!

Wo ist die Königin?
Wenn die Königin in den Hohlraum gekrabbelt ist, kriegen wir sie da nicht heraus. Normalerweise befindet sie sich mitten in der Schwarmtraube. Die Bienen machten es auch wirklich spannend. Wir stellten die Fangkiste ein paar Meter entfernt auf und beobachteten den Bienenflug. Mal schien es, als sammelten sie sich wieder am Zaunpfahl, mal gab es mehr Flugverkehr vor der Kiste - allerdings hier auch sterzelende Bienen, was ein gutes Zeichen war.
Dann plötzlich großes Gesumme in der Luft und Bienen, die weitere Kreise zogen. Wir befürchteten schon, der Schwarm würde weiterziehen. Aber endlich zeigte sich deutlich, sie ziehen in die Kiste ein.
Abends gegen 22.30 Uhr holte ich sie ab und setzte sie für eine Nacht in den Keller. Hier hatten sie Ruhe und Zeit, sich als neues Volk zu finden. Es ist ja immer nur ein Teil eines Volkes, das mit der alten Königin ausschwärmt. Deshalb müssen sie sich erst als neues Volk sozialisieren.

Schwarm findet neues Zuhause
Während die letzten Bienen in die Beute wandern, stelle ich die Fotos vom Schwarmeinlauf online:

Der Schwarm hat sich an den Deckel der Fangkiste geheftet.
Der Schwarm hat sich an den Deckel der Fangkiste geheftet.
Damit nicht so viele Bienen auffliegen, besprühe ich sie mit Wasser und stoße sie aus der Kiste.
Damit nicht so viele Bienen auffliegen, besprühe ich sie mit Wasser und stoße sie aus der Kiste. Das steile Brett nutzen sie mühelos als Leiter in ihr neues Heim.
Angelockt vom Duft der Mittelwände laufen die Bienen in die Beute ein - irgendwo mittendrin ist die Königin.
Angelockt vom Duft der Mittelwände laufen die Bienen in die Beute ein - irgendwo mittendrin ist die Königin.

Das ist sooo schön!
Und da ja offensichtlich ist, welchem Imker der Schwarm entflogen ist, muss ich nicht einmal den "Antrag auf Ausnahme von der Bescheinigungs-Pflicht" für unseren Amtstierarzt ausfüllen. (In diesem Blogeintrag findet sich ein Link dazu.) Es ist immer gutzu wissen, an welchem Standort Schwärme unbekannter Herkunft landen - Thema Faulbrut!

Was macht die Imkerin während sie auf einen Schwarm wartet? Mit der neuen Kamera Bienen fotografieren. Diese fliegt eine Phazeliablüte an. Wer genau hinschaut entdeckt, an den lilafarbenen Pollenhöschen, dass sie schon mal da war....
Was macht die Imkerin während sie auf einen Schwarm wartet? Mit der neuen Kamera Bienen fotografieren. Diese fliegt eine Phazeliablüte an. Leider liegen ihre Pollenhöschen im Schatten, sie haben einen satten lila Farbton.

... und warte, auf einen Schwarm! In der vergangenen Woche gab es einzelne Tage, an denen ich dachte: Jetzt ist das Wetter ideal! Das Telefon immer in der Nähe, war ich bereit, doch: nix! Jedenfalls nicht für mich. Von einem erfolgreichen Fang hörte ich und eine Bekannte hat einen Schwarm im Wald verfolgt, aber aus den Augen verloren. Und jetzt regnet es erst mal wieder und die Temperaturen gehen in den Keller.

Einige Honigwaben waren bereits weiträumig verdeckelt. Beim nächsten Mal werde ich das Refraktometer einsetzen.
Einige Honigwaben waren bereits weiträumig verdeckelt. Beim nächsten Mal werde ich das Refraktometer einsetzen.

Honig ohne Ende
Immerhin habe ich gestern das verbleibende Volk durchgesehen und hatte größte Mühe, den Honigraum abzunehmen (die Beute steht einfach zu hoch). Drei volle Honigwaben hatte ich zuvor beiseite gestellt, damit ich die Zarge überhaupt anheben konnte. Auch im Brutraum findet sich viel Honig.
Zu heute Abend hat mir meine Imkerpatin Unterstützung angeboten, damit wir das hohe Gestell unter der Beute durch zwei niedrigere Paletten austauschen. Aber so, wie es jetzt regnet, wird das nichts.
Dabei würde ich gerne einen zweiten Honigraum aufsetzen. Wenn die Sonne scheint, müssen sich die Bienen wie im Schlaraffenland fühlen. Alles blüht - aber ich habe den Eindruck, viele Pflanzen, die normalerweise nacheinander blühen, stehen gleichzeit in voller Blüte. Danach wird es möglicherweise eine Durststrecke bis zur Lindenblüte geben.

Und ein Stich für die Imkerin
Nun habe ich zum dritten Mal die markierte Königin nicht gefunden. Ich vermute, das Volk hat umgeweiselt. Stifte und Brut in allen Stadien sind jedenfalls vorhanden.
Dann habe ich noch einen Stich kassiert, als ich später am Abend zu den Bienen ging. Ich war noch mindestens fünf Meter entfernt, als mich eine wütende Biene anflog, sich kurz in meinen Haaren verfing und mich dann in den Oberarm stach. Ist zum Glück nicht so schlimm geworden.
Das würde ich bestimmt ganz anders sehen, wenn ich keine Imkerin wäre. Die Frage: "Wie oft bist Du schon gestochen worden?", hörte ich am Pfingstwochenende häufiger, als ich während einer Familienfreizeit einen Bienenworkshop anbot. Als Imkerin weiß man einfach, dass es passieren kann.

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asdfasdf
Die Königin ist in der Kiste - das verraten die ansitzenden Bienen, die unbedingt hinein wollen.

Gegen Ende der letzten Woche wurde ich schon etwas kribbelig. Angesichts des schönen Wetters war ich mir fast sicher, dass irgendwo Bienen schwärmen. Doch erst am Freitagmittag fand ich einen Spruch auf dem Anrufbeantworter - ob ich beim Einfangen eines Schwarmes helfen könne.

Die Schwarmtraube saß zwar in einem verzweigten Strauch, ließ sich aber gut abschlagen.
Die Schwarmtraube saß zwar in einem verzweigten Strauch, ließ sich aber gut abschlagen.

Wenn es immer so einfach wäre...
War kein Problem. Die Schwarmtraube hing etwa hüfthoch in einem dornigen Strauch, ließ sich gut abschlagen und die aufgeflogenen Bienen folgten in die Fangkiste.
Der Imker wollte den Schwarm nicht behalten. Ich hätte ihn gerne genommen, doch wir fuhren noch nachmittags über die Pfingsttage nach Cloppenburg. So durfte sich ein Imker über den Schwarm freuen, der seine Völker an die Faulbrut verloren hat.
Über Pfingsten war ich während der sehr kühlen Temperaturen - um 10 °C - recht beruhigt, dass keine weiteren Schwärme fallen würden. Mit den Temperaturen steigen in dieser Woche die Chancen auf weitere Schwärme. Vielleicht ist ja einer für mich dabei?

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adgaasdf
Wer hält sich da mit langen Beinen am Vergissmeinnicht fest? Darf ich vorstellen? Der Wollschweber, ein interessanter Geselle.

Das ist doch keine Honigbiene, die am Vergissmeinnicht nascht? Eine Hummel? Auch nicht. Zuhause habe ich erst einmal recherchiert. Bei diesem haarigen Insekt handelt es sich um einen Wollschweber, vermutlich den Großen Wollschweber. Ein bezeichnender Name, oder? Im Standflug schwebte er über den Vergissmeinnicht, stüzte sich nur mit den Vorderbeinen ab und versenkte seinen langen Rüssel in den Blütenkelch.

asdf
Erwachsene Wollschweber ernähren sich von Nektar und Blütenpollen.

Treffsicherer Parasit
Ach, wieder eine Wildbiene, dachte ich. Doch, weit gefehlt. Der Wollschweber ist ein Wildbienen-Parasit!
Der Große Wollschweber nutzt zum Beispiel Grabwespen, Solitärbienen und bestimmte Schmetterlingsarten als Wirte.
Wollschweber legen ihre Eier direkt in die Gelege dieser Insekten.
Manche haben aber auch eine spezielle Technik entwickelt und schießen ihre Eier aus dem Flug gezielt in oder nah an die Nesteingänge ihrer Wirte.
Die Wollschweblarve verändert während ihrer Entwicklung mehrmals ihr Aussehen. Im ersten Stadium ist sie sehr beweglich und sucht sich ihren Wirt. Sind das solitäre Bienen oder Wespen, fressen die Larven zunächst das Futter der Wirtslarven und am Schluss verspeisen sie auch diese.
Überwintert wird meist noch im Larvenstadium in den Bodennestern der Wirte. Erst im Frühjahr arbeitet sich die Puppe, vorn ausgestattet mit Dornen, hinten mit Borsten durch das Erdreich an die Luft, wo dann die letzte Häutung stattfindet.
So ein raffiniertes Früchtchen!

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Meine neue Kamera ist da! Und ich sehe gute Chancen, dass ich endlich mal eine Biene "knackenscharf" im Flug fotografieren kann. Drei bis fünf Bilder pro Sekunde sind mit der Nikon D5300 möglich. Da müsste zwischen viel Ausschuss auch ein Treffer dabei sein. Gestern hat es mangels Bienenfluges nur für die Biene in der Apfelblüte gereicht.
Die Trogbeute ist bereits für einen erhofften Schwarm hergerichtet. Aber nun wollen die Eisheiligen tatsächlich noch ihrem Namen gerecht werden. Ich dachte, es war in den vergangenen Wochen wirklich kalt genug. Da werden an Pfingsten bei sehr kühlem Wetter wohl keine Schwärme zu erwarten sein. Oder MUSS ohne zeitliche Flexibilität geschwärmt werden, sobald die junge Königin heranreift? Das muss ich unbedingt recherchieren, oder weiß es jemand von Euch?


Da sieht man gleich, ein weiselloses Volk taugt nicht. Lustlos lässiges Gefliege vor der Trogbeute. Im Vergleich dazu der zielstrebige Flugverkehr vor der DN-Beute - Queen Marlene hat ihre Arbeiterinnen im Griff.

Utensilien zum Abfegen: Smoker (damit die Bienen ihre Honigblase füllen), Feger;-) sowie leere Zargen mit Boden und Deckel (für die abgefegten Waben).
Utensilien zum Abfegen: Smoker (damit die Bienen ihre Honigblase füllen), Feger;-) sowie leere Zargen mit Boden und Deckel (für die abgefegten Waben).
Zurück blieben vor allem Drohnen.
Zurück blieben vor allem Drohnen.

Bienenvolk abgefegt
Das war´s also mit dem Volk in der Trogbeute. An Christi-Himmelfahrt war es gegen Mittag warm genug, um das Volk abzufegen. Wir haben die Beute etwa 25 m bis ans andere Ende der Weise geschleppt, und uns Wabe für Wabe vorgenommen und die Bienen abgefegt.
Viele blieben zunächst auf der ausgelegten Folie sitzen - vor allem Drohnen und natürlich die flugunfähigen Drohnenmütterchen, derentwegen wir den ganzen Zirkus veranstalteten. Sie sollen nicht in die Beute zurückfinden, bzw. sich in das Nachbarvolk einbetteln, denn Drohnenmütterchen akzeptieren keine andere Köngin neben sich.

Verwirrt sammeln sich viele Bienen des aufgelösten Volkes am alten Standplatz. Andere sind dabei, sich im Nachbarvolk einzubetteln.
Verwirrt sammeln sich viele Bienen des aufgelösten Volkes am alten Standplatz. Andere sind dabei, sich im Nachbarvolk einzubetteln. Davon gibt es auch ein Video.

Zu wenig Bienen für Ableger?
Da ich unsicher war, ob noch genügend Arbeiterinnen im Volk waren, habe ich darauf verzichtet, einen Ableger zu bilden. In dem Fall hätte ich eine andere Beute auf den Platz der Trogbeute gestellt und sie mit einer frischen Brutwabe aus dem Nachbarvolk, Mittelwänden und Futter bestückt.
Die Situation nach dem Abfegen: großes Bienengesumme um den alten Standplatz und am Nachbarvolk. Hier sollen sich die heimatlos gewordenen Bienen einbetteln, was hoffentlich dank der gefüllten Honigblase gut gelingt.
Und nun? Drei Völker wollte ich in diesem Sommer gerne haben - kommt Zeit, kommen Bienen.

Spektakuläre Aufnahme: Mit dem UV-Floureszenznachweis gelingt es zu zeigen, wo nach dem Händwaschen noch Schmutz und Keime zurückbleiben - hier die weißen Rückstände am Nagelbett.
Spektakuläre Aufnahme: Mit dem UV-Floureszenznachweis gelingt es zu zeigen, wo nach dem Händwaschen noch Schmutz und Keime zurückbleiben - hier die weißen Rückstände vor allem am Daumennagel und in den Hautritzen.

Vor einer Woche war ich bei einem wirklich sehr interessanten Seminar zum Thema "Honig und Hygiene" an der Landwirtschaftskammer in Münster. Fürs Landwirtschaftliche Wochenblatt habe ich einen Bericht verfasst, in dem ich jedoch nur einen Bruchteil der vermittelten Fakten und Tipps unterbringen konnte. Ich kann die Teilnahme an so einer Fortbildung wirklich nur empfehlen! 16-05-04 Hygiene beginnt am Bienenstand-page-001

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Die Drohnenflöte verrät das drohnenbrütige Volk. Der darin wachsene Drohnenkönig ist allerdings nicht lebensfähig und wird die Schlupfreife nicht erreichen.
Die Drohnenflöte verrät das drohnenbrütige Volk. Der darin wachsene Drohnenkönig ist allerdings nicht lebensfähig und wird die Schlupfreife nicht erreichen.

Ach ja, mein Rätselvolk in der Trogbeute hat nun sein Geheimnis gelüftet. Schon früh hatte ich den Verdacht, dass es drohnenbrütig ist, doch es tarnte dies gut, z.B. mit "ordentlich" gelegten Stiften, Drohnenmütterchen. Einer in jeder Zelle und am Zellenboden angeheftet. Das konnte vielleicht nur gelingen, weil ich sie in der Trogbeute wild, sprich ohne Mittelwände, bauen lasse. Da sind manche Zellen eben nicht so tief, wie normalerweise. Dann erreicht auch ein Drohnenmütterchen mit kurzem Hinterleib den Zellenboden.

Drohnen überall

In den Zellen wachsen ausschließlich Drohnen heran. Habe einge geöffnet, um das herauszufinden.
In den Zellen wachsen ausschließlich Drohnen heran. Habe einge geöffnet, um das herauszufinden.

Letztendlich haben sie sich durch die Drohnenflöte verraten und ich habe einige der Brutzellen geöffnet: lauter Drohnen. Da steht schon mal fürs lange Wochenende mit endlich schönem Wetter ein Programmpunkt: einen Kunstschwarm bilden - Bericht folgt!

Und was ist das für eine Versammlung auf einem Blatt unter der DN-Beute? Überwiegend Drohnen - ein neues Rätsel, das aber nichts mit der Drohnenbrütigkeit nebenan zu tun hat.
Und was ist das für eine Versammlung auf einem Blatt unter der DN-Beute? Überwiegend Drohnen - ein neues Rätsel, das aber nichts mit der Drohnenbrütigkeit nebenan zu tun hat.

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Vielleicht ist einigen aufgefallen, dass es seit einigen Wochen eine neue Rubrik im Menü oben rechts auf der Seite gibt. "Schau mich an - Gesicht einer Flucht" hat zwar absolut nichts mit Bienen zu tun (dachte ich), ist mir aber wichtig. Ich habe diese Projekt, bei dem Flüchtlinge ihre Geschichte erzählen, ins Leben gerufen. Und nun gibt es durch die neuen Teilnehmer doch eine Verbindung zur Imkerei:Salomov jpgIch bin ganz zuversichtlich, dass sich der Wunsch der Salomovs mit Begleitung eines Imkers erfüllen lässt. In ihrer Heimat hielten sie 75 Bienenvölker. Die Varroamilbe ist auch dort ein Problem. Das waren ein paar Dinge, die ich während eines ersten Gesprächs herausfinden konnte. Habe heute ein Glossar erstellt, damit sie die ersten Imker-Vokabeln lernen können...DSC_8640