So sehen Räuberinnen aus


Wärmende Sonnenstrahlen sorgten heute für regen Flugverkehr bei Marlene. Etwas erstaunt war ich, einige behäbige Drohnen zu sehen. Ansonsten sind einige Räuberinnen unterwegs - und ich glaube, sie rauben für Marlene. Ich glaube nicht, dass sie für den Futterschwund nebenan bei Helene verantwortlich sind.
Dort habe ich keine verdächtigen Beobachtungen gemacht, wie zum Beispiel ruckartig und suchend vor dem Flugloch hin- und herfliegende Bienen, die nach dem Besuch im Stock nicht direkt vom Anflugbrett starten sondern erst einige Zentimeter heraus oder außen an der Beute hochkrabbeln. Bin als nicht beunruhigt.

Räuberinnen mit geschrubbtem Pelz

So sehen Räuberinnen aus (unten links) die Körper ohne Härchen - quasi als Tarnung - im Vergleich zu "braven" Arbeiterinnen rechts oben.
So sehen Räuberinnen aus (unten links) die Körper ohne Härchen - quasi als Tarnung - im Vergleich zu "braven" Arbeiterinnen rechts oben.

Ihre Härchen verlieren die Bienen durch Kämpfe mit der Fluglochwache ihrer Opfer. So erscheint ihr Körper schwarz und glänzend.
Eigentlich setzte ich ja nur Fotos in den Blog, bei denen sich irgendwie - und sei es noch so entfernt - ein Bezug zu Bienen herstellen lässt. Heute eine Ausnahme, weil ich das Tagpfauenauge so schön finde - könnte man den Sommer doch nur festhalten!DSC_0116

4 Gedanken zu “So sehen Räuberinnen aus

  1. Bernhard

    Hallo Gerburgis,

    das mit den schwarzen Räuberinnnen ist wohl doch nicht so verkehrt, nur daß ich immer davon ausgegangen bin, beraubt zu werden. Wenn die schwarzen Bienen bei mir ein- und ausfliegen, kann das natürlich auch bedeuten, das die Räuberinnen zu meinem Volk gehören.
    Gestern habe ich beobachtet, wie eine schwarze Räuberin erfolgreich abgewehrt wurde, meine Kamera lag in der Nähe, ein Bild habe ich Dir per Email geschickt. Kannst Du an meinen Beitrag anhängen, falls Du willst und das geht.
    Außerdem noch ein Bild von der Drohnenschlacht am 9.9., leider war ich nicht dabei, aber dank meiner Kamera mit Intervallmodus habe ich einige Bilder von dem Schauspiel.
    Schön, daß mit Deinen Völkern alles in Ordnung ist.
    Bei mir in der Warré haben sie jetzt noch einmal angefangen zu bauen, es gibt noch leeren Raum in der zweiten Zarge. Es sind aber ganz merkwürdige Waben, nur ca. 1cm breit, die Zellenränder sind schon mit Propolis überzogen, so daß sie wohl auch nicht breiter werden.
    Obwohl (oder vielleicht auch weil...?) in der letzten Woche viel Flugbetrieb war, hat das Volk täglich ca. 100g abgenommen. Hängt vielleicht auch mit dem Baubetrieb zusammen.
    Ansonsten ist die obere Zarge jetzt seit 2 Wochen kalt (habe ein Fenster, da kann man es fühlen). Aber die Wabengassen sind noch rappelvoll, nur bewegen sich die Bienen dort jetzt in Zeitlupe.
    Bin gespannt, wie es noch weitergeht in diesem Jahr, wie weit bauen sie noch, wie ist die Gewichtsentwicklung, usw.?

    Viele Grüße

    Bernhard

    Antwort
    1. So

      Beitragsautor

      Hallo Bernhard, danke für Deine Eindrücke. Ich habe Pia extra wegen der schwarzen Bienen gefragt. Dass sie ihre Haare durch Kämpfe am heimischen Futtertrog verlieren, schließt sie aus. Dort würden sie sich ihr Futter friedlich teilen. Meine Vermutung ist ja, dass sie nebenan geräubert haben - wo soll sonst das ganze Futter hin sein. Es gibt wohl auch so etwas wie eine stille Räuberei, die man nicht bemerkt. Wie dem auch sei, ich fütter jetzt noch weiter zu.
      Leider kann ich in den Kommentaren keine Bilder anhängen. Erstaunlich, dass die Bienen noch einmal anfangen zu bauen. Vielleicht sind die schmalen Waben fürs Futter vorgesehen?
      Viele Grüße
      Gerburgis

      Antwort
  2. Bernhard

    Hallo Gerburgis,

    ich bin mir nicht mehr so sicher, daß es sich bei den scharzen Bienen immer um Räuberinnen handelt. Als ich sie das erste mal nach einer nächtlichen Fütterung gesehen habe, glaubte ich das auch. Man liest das auch überall.
    Allerdings fliegen die scharzen Bienen seitdem auch nach der Fütterungsperiode wie selbstverständlich aus und ein, einen Kampf habe ich am Flugloch noch nie beobachten können, und ich beobachte viel. Meine Beute steht auf der Dachterrasse vor dem Schlafzimmerfenster, außerdem mache ich mit einer Kamera Intervallaufnahmen jede Minute. Du siehst, meine Bienen sind gut überwacht.
    Ich kann mir vorstellen, daß sie die Haare bei der Drängelei am Futter verloren haben. Anzeichen für eine Räuberei konnte ich ansonsten keine feststellen.
    Bei mir gabs übrigens am 09.09. die große "Drohnenschlacht", war jedoch weniger eine Schlacht, als ein Nichtmehrhereinlassen. Die Drohnen sammelten sich auf dem Flugbrett und wurden immer weiter abgedrängt, bis sie dann verschwunden waren. Danach habe ich nur noch einmal eine gesehen.

    Viele Grüße aus Schwerin

    Bernhard

    Antwort
    1. So

      Beitragsautor

      Hallo Bernhard,
      tatsächlich, Du könntest mit Deiner Vermutung recht haben. Ungewöhnliche Flugbewegungen vor der Beute habe ich ebenfalls nicht bemerkt. Kürzlich habe ich gelesen, dass die Völker im Winter nicht zweingend drohnenfrei sind. In manchen werden auch ein paar "Herren" durchgefüttert. Vielleicht dürfen sie ja bei Marlene wegen guter Führung bleiben :-).
      Jetzt gehe ich Milben zählen. Gestern war es hier zu stürmisch dazu.
      Viele Grüße
      Gerburgis

      Antwort

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