Ameisensäure-Behandlung? Höchste Zeit!

Verdunster, Ameisensäure, Schutzhandschuhe und -brille...
Verdunster, Ameisensäure, Schutzhandschuhe und -brille - alles parat für den Start der Ameisensäure-Behandlung?

Jetzt wird´s aber Zeit für die Ameisensäure-Behandlung gegen die Varroamilben! Da sich bei Queen Marlene das Einengen verzögert hat, schob sich auch die Winterfütterung hinaus und dann blieb das für die zweite Septemberwoche angekündigte warme Wetter aus.

Ameisensäure braucht Mindesttemperatur
Ich war ziemlich verunsichert, ob die Behandlung jetzt noch erfolgreich sein würde, aber verschiedene Imker haben mich beruhigt. Da beide Völker noch immer ein großes Brutnest pflegen, liegt auch die Temperatur in der Beute noch zwischen 32 und 36 °C. Allerdings wird die Konzentration der verdampfenden Ameisensäure wesentlich von der Außentemperatur bestimmt, dazu muss es mindestens 12° C warm sein. Kühle Nächte und kalte Tage können die Mindesttemperatur unerreichbar machen. Es wird also knapp werden.

Der Verdunster steht nur getrennt durch die Propolismatte direkt auf den Waben. Habe ihn noch mit Folie abgedeckt, damit der Verdunstungsraum kleiner wird.
Der Verdunster steht nur getrennt durch die Propolismatte direkt auf den Waben. Habe ihn noch mit Folie abgedeckt, damit der Verdunstungsraum kleiner wird.

Vor Ameisensäure schützen
Also hurtig alle Sachen zusammengesucht: Ameisensäure 60 % (AS), Schutzbrille, Säureschutzhandschuhe, Gummistiefel, olle Klamotten und die "Nassenheider Verdunster professional" samt Bedienungsanleitung, damit ich nachlesen kann, dass für die einzargige Helene 180 ml und für die zweizargig geführte Marlene 290 ml abzufüllen sind. Täglich sollen im kleineren Volk 10 bis 15 ml, im großen 20 bis 25 ml AS verdunsten. Deshalb wählte ich für Helene den mittleren und für Marlene den großen Docht.

Flugloch einengen und auch die Schlitze am Beutenboden mit Schaumstoff verschließen.
Flugloch einengen und auch die Schlitze am Beutenboden mit Schaumstoff verschließen.

Nun ab auf die Wiese, die Futterbehälter aus den Zargen genommen, die Propolismatten auf die Rähmchen gelegt, damit keine Biene direkten Kontakt zur Ameisensäure findet, die Verdunster aufgesetzt und mit Folie abgedeckt, damit der Raum möglichst klein ist. Deckel drauf, und abwarten. Immerhin scheint der Milbendruck gering zu sein. Habe bei Marlene nur eine Milbe, bei Helene gar keine gefunden. Ach ja, in der DN-Beute habe ich noch die Schlitze zwischen Boden und Varroaeinschub mit Schaumstoff verschlossen, sodass als einzige Öffnung in der Beute das verkleinerte Einflugloch besteht.

Das gefällt mir gar nicht: Helenes Deckel ist von Stockflecken schwarz gefärbt. Woran kann das liegen?
Das gefällt mir gar nicht: Helenes Deckel ist von Stockflecken schwarz gefärbt. Woran kann das liegen?

Futterschwund bei Helene
Was macht der Schwarm nur mit dem Futter? 18 l Zuckerlösung haben sie seit dem 17. August bekommen, aber nur wenige Rähmchen sind gut mit Futter gefüllt. Ich glaube, Helenes Volk lebt von der Hand in den Mund. Oder ist sie ausgeräubert worden? Bei Marlene fand ich einige Räuber, zu erkennen am blank geputzen Rücken. Dort muss in diesem Winter keine Biene Hunger leiden. Die Rähmchen sind gut gefüllt. Vielleicht kann sie ja zwei, drei Stück entbehren, falls Helene weitere Futtergaben nach der AS-Behandlung ablehnt....

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