Wir haben Hunger! Futter für den Schwarm

Eine Frisbeescheibe mit Korkscheiben als Schwimmhilfe dient als erstes als Futtertrog.
Eine Frisbee-Scheibe (hat das "bee" was mit Bienen zu tun?) mit Korkscheiben als Schwimmhilfe dient vorerst als Futtertrog, den ich auf dem Gitterboden direkt unter die Rähmchen geschoben habe.

Das war heute wohl nix mit Einfliegen. 13 °C Höchsttemperatur und feiner Nieselregen über Stunden. Also alles andere als verlockendes Flugwetter. Dazu in der Beute eine verdächtige Ruhe: Keine Wächterin weit und breit, die das Flugloch im Auge behält. Beim Öffnen des Deckels bewegen sich die Bienen kaum. Ein Haufen sitzt direkt auf dem Gitterboden, eine andere Gruppe hat sich etwas entfernt von der Traube am Trennschied zusammengekuschelt. Die Bienen sind einfach geschwächt und haben Hunger. Der Honig, den sie kurz vor dem Ausschwärmen als Futtervorrat in ihre Honigblasen gepumpt haben, ist nach drei Tagen längst aufgebraucht. Heute ist Tag 5 seit dem Auszug - und kein Flugwetter in Sicht.

Futter? Am besten flüssig füttern
Musste mich aber erst einmal kundig machen, wie man einen Schwarm am besten füttert. Es ist günstig, flüssig zu füttern, damit die Bienen auch gleich genügend Wasser aufnehmen können. Ich habe ihnen nun 750 ml Zuckerlösung (3 Teile Zucker / 2 Teile Wasser) angeboten. Hoffentlich war das nicht zu viel auf einmal, denn sie haben ja ohne Waben noch keine Lagermöglichkeit.
Eine Futterwabe aus dem Nachbarvolk sollen sie nicht bekommen, denn der Schwarm soll wie ein Kunstschwarm seinen Wabenbau nicht mit altem Wabenwerk mit all seinen Belastungen beginnen. Und was das Bemuttern angeht, habe ich es nicht lassen können, die geschwächten Bienen in den Wabengassen mit etwas Zuckerlösung zu besprühen, damit sie schneller zur alten Frische zurückfinden....

7 Gedanken zu “Wir haben Hunger! Futter für den Schwarm

  1. Daniela

    Hey Fjonka,

    die Idee mit den Korkscheiben ist wirklich gut und du kommst damit echt nah an die professionellen Standards großer Viehzuchtanlagen heran 😉

    Dort wird darauf Wert gelegt, dass:
    "[d]urch dieses Fütterungssystem (...) den Tieren gleichzeitig Energie und die notwendige Flüssigkeit zugeführt (wird). (...) Moderne Anlagen funktionieren heute z.B. als Abrufanlagen, sodass die Tiere in der Lage sind, sich selbst bedarfsgerecht mit Futter zu versorgen." (Quelle: http://www.tewe.com/de)

    So gesehen, bin ich zuversichtlich, dass dein Schwarm bei den nächsten Sonnenstrahlen gesund und munter durch die Gegend summen wird.

    Liebe Grüße
    Daniela

    Antwort
    1. So

      Beitragsautor

      Hallo Daniela,
      ich bin Gerburgis, nicht Fjonka ;).. Wie soll man zwischen all den Bienenbloggern auch den Überblick behalten!
      Die Schwimmhilfen sind wirklich wichtig für die Bienen. Man kann auch einen Zweig mit Blättern oder etwas Stroh verwenden, Hauptsache, die Bienen können sich festhalten und ertrinken nicht in der Zuckerlösung.
      Woher kennst Du Tewe? Meine Eltern haben vor zig Jahren auch Stalleinrichtungselemente von Tewe gekauft. So eine Professionalisierung ist nicht nachteilig zu sehen. Die Schweine bekamen ihr Futter stets pünktlich, frisch angerührt in der richtigen Mischung und wir mussten nicht mehr den Futterwagen durch die Gänge ziehen und das Futter von Hand einfüllen. Das ist bei der Menge an Tieren, die eine Bauernfamilie aufziehen muss, um davon leben zu können eine beträchtliche Arbeitserleichterung. Trotzdem ist der Landwirt bei den Fütterungen im Stall, um nach dem Rechten zu sehen. - Nur ich kann das nicht :))
      Bin sehr froh, dass sich meine Bienen wieder bekrabbelt haben.
      Liebe Grüße
      Gerburgis

      Antwort
  2. Genau, liebe Gerburgis, es ist kühl.
    Da fliegen sie nicht hinaus.
    Die Idee mit den Korkscheiben finde ich super. Die schwimmen so schön.
    Liebe Grüße Bärbel

    Antwort
  3. Hier habe ich alles zusammengetragen, was ich über das einlogieren eines Schwarms weiß: https://fjonka.wordpress.com/2012/05/27/die-ersten-paar-tage-des-schwarms-im-neuen-heim/
    übrigens sollte so ein Schwarm eh im 1. Jahr immer etwas Flüssigfutter zur Verfügung haben, um den bestmöglichen Start zu bekommen (steter Futterstrom = stete Bruttätigkeit undsoweiter...)
    Das mit dem besprühen war unter diesen Umständen sicher eine sehr gute Idee, die armen - so lange hungrig!

    Antwort
    1. So

      Beitragsautor

      Hallo Fjonka,
      danke für Deine Zusammenstellung. Als Anfängerin fehlt mir noch die Routine und ich muss vieles nachlesen. Dazu dann immer die diversen Imkermeinungen, von denen jeder denkt, es sei die beste.... Ich bin gespannt, ob die Bienen das Futter angenommen haben und ob heute die ersten ausfliegen. Bei uns scheint zumindest jetzt die Sonne. Liebe Grüße

      Antwort
      1. Ohja, und mit Situationen, in die man seltener kommt, geht es uns auch nach fünf Jahren noch so - deshalb habe ich ja diese Merkzettel für einige davon angelegt (tag: "Merkzettel Bien") Die bringe ich auch immer wieder auf den neuesten Stand, wenn ich dazulerne 🙂
        Ich bin auch gespannt, was Du zu berichten hast. Viel Glück!

        Antwort

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