Nachbarn fürchten Bienen – Infos sind gefragt

Auf dieser Wiese mitten in unserer Nachbarschaft darf ich meine Bienen aufstellen.
Auf dieser Wiese mitten in unserer Nachbarschaft dürfen wir unsere Bienen aufstellen. Einige Anwohner sind skeptisch, aber von den Bienen haben sie nun wirklich nichts zu befürchten.

Heute freue ich mich ganz besonders über unsere Nachbarn, die erstmals den Bienenblog anklicken. In der vergangenen Woche habe ich den Umzug unserer Bienen aus unserem Garten auf eine benachbarte Wiese vorbereitet. Der Platz direkt am Haus erscheint doch zu schattig, sodass wir die Sonne suchen.

Heute früh gab es Info-Post von der Imkerin.
Heute früh gab es Info-Post von der Imkerin.

Mit einem Nachbarn bin ich ein "Joint Venture" eingegangen. Er wird auf seiner Wiese (die in Luftlinie kaum 30 m von unserem Haus und alten Bienenstand entfernt liegt) einen Blumenstreifen anlegen und wir dürfen netterweise unsere Bienen daraufsetzen. Die Begeisterung des Nachbarn für die Blumenwiese geht übrigens auf den Blühstreifen zurück, den ich im vergangenen Jahr an der Böschung ebendieser Wiese angelegt hatte.

Öffentliches Imkern auf der Wiese
Seit einigen Tagen steht nun ein kleiner Bienenstand auf der Wiese (Fotos folgen). Einige Nachbarn sind direkt begeistert, andere noch skeptisch. Um ihnen die Befürchtungen und Ängste zu nehmen, habe ich fix einen Info-Zettel mit Erklärungen zu Bienen und unserer Imkerei verfasst und in die Briefkästen der Wiesennachbarn verteilt. Die Bienen sind ja schon seit zwei  Jahren da - wenige Meter entfernt und für die meisten unsichtbar in unserem Garten.

Kleine Hängepartie: Eine Arbeiterin kehrt mit prall gefüllten Pollenhöschen in den Stück zurück.
Kleine Hängepartie: Eine Arbeiterin kehrt mit prall gefüllten Pollenhöschen in den Stück zurück.

Lesetipps für den ersten Eindruck
Für Sie/für Euch ein paar Lesetipps, denn im Winter zeigen sich die Bienen nicht, daher ist auch der Blog zurzeit etwas farblos:
Wie es mit unserer Bienenhaltung begann, beschreiben diese beiden Artikel für das Landwirtschaftliche Wochenblatt recht knapp: (einfach anklicken)
Familie Sommer und die Bienen: Plötzlich Imkerin
Familie Sommer und die Bienen: Schwarmfang

Einige Eindrücke vom Bienenwesen und der Honigernte finden sich hier:
Bienen im Springkraut: Einmal stempeln bitte!
Hurra! der erste Honig ist da!
Der erste Honig ist im Glas

Auf der Seite Bienchen und Blümchen gibt es einfach nur schöne Bienenfotos.

Bienen kommunizieren unter anderem mit Duftstoffen aus der Sterzeldrüse. Hier sterzeln sie, weil ich sie durch das Öffnen der Kiste gestört habe.
Bienen kommunizieren unter anderem mit Duftstoffen aus der Sterzeldrüse. Hier sterzeln sie, weil ich sie durch das Öffnen der Kiste gestört habe.

Kurz habe ich überlegt, ob ich tatsächlich auf den folgenden Blogeintrag hinweisen soll - die Masse der Bienen wirkt sicherlich abschreckend. Auch ich musste damals schlucken, doch wenn sie schwärmen, sind Bienen besonders friedlich. Ich kann versichern, wir haben auch die letzte Biene gefangen und keinen Stich kassiert! Und außerdem noch nette Nachbarn kennengelernt...
Hilfe, die Bienen schwärmen!

Für einen ersten Eindruck sollte das reichen. Ansonsten viel Spaß beim weiteren Stöbern im Blog. Und ich würde mich sehr freuen, wenn ich bei Fragen, Problemen und Interesse einfach angesprochen werde!

P.S.: "Bienenstich!" heißt mein Newsletter, den ich alle drei bis vier Wochen versende. Wer ihn auch bekommen möchte, trage seine E-Mailadresse in das Feld rechts ein. Wenn er nicht gefällt, wird man ihn leichter wieder los, als einen echten Bienenstich - einfach abbestellen....

2 Gedanken zu “Nachbarn fürchten Bienen – Infos sind gefragt

  1. Liebe Gerburgis, das ist ja prima, dass der Nachbar mitmacht und sogar genau da Blumen säen wird, wo es deine Bienen sehr leicht haben, sie zu finden.
    Das freut mich sehr für dich.
    Ganz liebe Grüße Bärbel

    Antwort
    1. So

      Beitragsautor

      Liebe Bärbel, ja jede Blüte zählt. Doch Honigbienen fliegen eher auf Blüten einer Sorte, die in Massen vorhanden sind = Massentrachten. Daher sind bunte Blumenwiesen für sie eher etwas zum Naschen, kann dem Honig aber eine bestimmte Geschmacksrichtung verleihen. Wichtiger sind Blumenwiesen für die rund 560 Wildbienenarten, die es in Deutschland gibt.

      Antwort

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