Am Springkraut genascht!

Einmal stempeln, bitte!
Einmal stempeln, bitte!

Im Allgemeinen verrät die Farbe der Pollenhöschen an den Beinen der Honigsammlerin, an welchen Blumen sie genascht hat. Erfahrene Imker können dies durch Kenntnis der Blühzeiten und der Pollenfarbe recht genau bestimmen - ich kann´s allerdings noch nicht...
Eine Blume allerdings ermöglicht es sogar Laien, an den Bienen zu erkennen, ob sie dort waren: Das Drüsige Springkraut. Wenn die Bienen in die Blüte krabbeln, um den Nektar herauszusaugen, "stempelt" sie den Pelz mit kühlgelbem Blütenstaub - und beim Herauskrabbeln gleich noch einmal.

Das Drüsige Springkraut wächst vor allem in feuchten Wäldern und Ufern.
Das Drüsige Springkraut wächst vor allem in feuchten Wäldern und Ufern.

Auf dem Foto oben ist gut zu erkennen, wie Bestäubung funktioniert - macht auch Spaß, es zu beobachten! Da Bienen blütenstet sind, das heißt, während eines Sammelfluges immer an der gleichen Pflanzenart "tanken", tragen sie den Blütenstaub von einer Springkrautblüte zur nächsten.

Springkraut wird zur Plage
Noch ein paar Fakten zum Drüsigen Springkraut: Es zählt zu den Balsaminengewächsen und  wurde im 19. Jahrhundert eingeschleppt. Ökologisch gesehen ist es für die heimische Flora bedenklich, da es sich rasend schnell verbreitet und heimische Pflanzen verdrängt.
Ebenso massenhaft wächst das Kleinblütige Springkraut. Von Bienen wird es allerdings nicht angeflogen.

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