Verursacht die Maikrankheit den Durchfall?

Ein Marmeladenglas mit Löchern im Deckel dient als Spender für die Honiglösung.
Ein Marmeladenglas mit Löchern im Deckel dient als Spender für die Honiglösung.

Die Fachleute sind sich einig: Meine Bienen leiden (wahrscheinlich) an der Maikrankheit. Das Krankheitsbild habe ich vor zwei Wochen im Eintrag „Die schlechte Nachricht zuerst…“ beschrieben. Bienenkrankheiten sind nicht immer leicht zu diagnostizieren – und für mich als Neuimkerin schon mal gar nicht. Also habe ich die Bienen- sachverständige unseres Vereins und das Institut für Bienenkunde in Münster hinzugezogen, Fotos und frisch verendete Bienen verschickt.
Wieder erwies es sich als nachteilig, dass man in der Bienenkiste keine Waben ziehen kann, um sich die Entwicklung der Brut anzusehen. Es bleibt nur die Draufsicht auf die Wabengassen. Noch immer kann ich leicht vermehrten Kotabsatz beobachten. Die Farbe hat sich allerdings hin zu einem hellen Braun normalisiert. Dazu erlaubt das nasse und kalte Wetter nur kurze Flugzeiten. Ich bin froh, wenn die Eisheiligen vorüber sind und die Temperaturen steigen, dann müsste auch die Maikrankheit verschwinden.

Tote Drohnenpuppen und Arbeiterinnen auf dem Kistenboden.
Tote Drohnenpuppen und Arbeiterinnen auf dem Kistenboden.

Honiglösung im Angebot
Leider ist eine effektive Behandlung nicht möglich. Allerdings kann man die Bienen unterstützend mit einer dünnen Zucker-Wasser-Lösung besprühen und diese in einer Tränke anbieten. Die interessierte meine Bienen aber nicht, oder sie haben sie nicht gefunden.
Gestern habe ich die Zuckerlösung durch Wasser mit Honig ersetzt. Vielleicht lockt der Honigduft. Ansonsten vertraue ich darauf, dass meine Bienen (besser als ich) wissen, was sie tun müssen, um gesund zu werden….

Bei genauerem Hinsehen scheint diese Drohnenpuppe verkrüppelt - oder hat etwas am Ansatz der Flügel geknabbert?
Bei genauerem Hinsehen scheint diese Drohnenpuppe verkrüppelt - oder hat etwas am Ansatz der Flügel geknabbert?

Verkrüppelte Drohnenpuppen
Bei der gestrigen Kontrolle fand ich dann auf dem Kistenboden rund 40 verendete Arbeiterinnen und Drohnenpuppen.
Die Puppen scheinen teilweise verkrüppelt zu sein. Haben sich die Bienen noch einen Erreger eingefangen, oder sind sie Opfer der Varroamilbe? Im Gemüll ließ sich allerdings keine Milbe finden.
Hat jemand eine Idee? Dann wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar. Schreibt bitte an: info@derbienenblog.de
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Danke für die Antwort!
Auf meine Anfrage antwortete eine Imkerin so: "Habe deinen Blog gelesen und kann dir nicht sagen, was die Verkrüppelung verursacht, nur dass die Arbeiterinnen vor dem Schlupf die verkrüppelten Drohnen „aus dem Verkehr ziehen“. Sie holen sie einfach aus den Zellen heraus und lassen sie herunterfallen. Somit landen Sie bei den „normal-sterblichen“ Arbeiterinnen auf Hoffen wir, dass es so ist. Jedenfalls liegt jetzt nur noch ganz vereinzelt Drohnenbrut auf dem Boden.

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